Kahle Erde zwischen den Pflanzen sieht nicht nur unfertig aus – sie lädt auch Unkraut ein. Diese vier Bodendecker schließen jede Lücke, brauchen kaum Pflege und liefern dabei das ganze Jahr Struktur.
Kriechender Günsel
Der Kriechende Günsel ist einer der schnellsten Lückenfüller im Garten. Er breitet sich über kurze Ausläufer zügig aus, bleibt dabei aber nur 10 bis 15 cm hoch und blüht von April bis Juni in intensivem Blauviolett. Das Laub bleibt das ganze Jahr über grün – bei manchen Sorten auch bronzefarben oder bunt. Halbschatten bis lichter Schatten ist sein liebstes Revier, er kommt aber auch mit Sonne klar, solange der Boden nicht austrocknet. 41 Wildbienenarten profitieren von ihm. Einzige Einschränkung: er breitet sich wirklich aus, eine Beetbegrenzung zum Rasen hin ist sinnvoll.
Elfenblume
Die Elfenblume wächst dort, wo sonst kaum etwas funktioniert – unter Bäumen, an trockenen Schattenecken, neben Mauern. Im Frühjahr erscheinen filigrane Blüten in Weiß, Gelb oder Rosa, je nach Art. Das Laub vieler Sorten bleibt ganzjährig dekorativ. Sie wird 15 bis 40 cm hoch, braucht so gut wie keine Düngung und ist bis in tiefste Fröste vollständig winterhart. Ein kurzer Schnitt im Februar vor der Blütezeit hält sie kompakt. Wer eine Problemstelle im Garten hat – die Elfenblume findet dort meistens eine Lösung.
Waldsteinie
Die Waldsteinie ist die unkomplizierteste Bodendeckerin in dieser Runde. Immergrün, maximal 15 cm hoch, breitet sie sich durch Ausläufer gleichmäßig und zuverlässig aus. Im April und Mai leuchten kleine gelbe Sternchenblüten über dem dichten Blätterteppich. Halbschatten bis Schatten unter Bäumen ist ihr liebstes Revier, Trockenheit macht ihr erstaunlich wenig aus. Schneiden muss man sie nicht, Krankheiten sind kaum ein Thema. Sie schiebt sich einfach immer weiter, bis keine kahle Stelle mehr übrig ist.
Bergenie
Die Bergenie bringt als einzige in dieser Runde echten Blattschmuck das ganze Jahr: große, glänzende, lederartige Blätter die sich im Herbst bronzefarben färben – mitten im Winter sieht das Beet damit noch gepflegt aus. Von März bis Mai kommen die Blüten in Pink oder Purpurrosa dazu, Bienen fliegen sie als eine der ersten Pflanzen im Jahr an. Sonnig bis halbschattig, kaum Dünger, winterhart bis -35 Grad. Wer nach der Blüte zurückschneidet, bekommt manchmal sogar noch eine Herbstblüte obendrauf.
Fazit
Alle vier haben eines gemeinsam: Einmal gepflanzt, wachsen sie sich selbst in Form und lassen keine kahle Stelle offen. Für unterschiedliche Standorte, unterschiedliche Höhen – gemeinsam im Beet ergänzen sie sich perfekt. Alle vier findest du bei unserem Partner: Kriechender Günsel* – Elfenblume* – Waldsteinie* – Bergenie*