Bergenie mit rosa Blüten und großen runden Blättern in cremefarbenem Keramiktopf auf Gartenterrasse
Garten · Kübelpflanzen

Bergenie

Bergenia cordifolia
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 40 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

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Über die Pflanze

Die Bergenie ist eine der dankbarsten Gartenstauden die es gibt — sie blüht im Frühjahr in Rosa oder Weiß, ist das ganze Jahr über grün und färbt sich im Herbst in wunderschöne Bronze- und Rottöne. Was sie besonders macht: sie gedeiht auch dort wo andere Pflanzen kapitulieren — in schattigen Ecken unter Bäumen, entlang von Hecken oder an trockenen Nordhängen. 2017 wurde sie zur Staude des Jahres gewählt und das zu Recht. Pflegeleicht, winterhart und ganzjährig attraktiv — die Bergenie ist ein echter Allrounder.

Standort & Licht

Die Bergenie ist erstaunlich anpassungsfähig was Licht angeht — von sonnig bis schattig, alles funktioniert. Am üppigsten blüht sie an einem halbschattigen bis sonnigen Platz, ihre dekorativen großen Blätter kommen aber auch im Schatten zur Geltung. Je sonniger der Standort, desto höher ihr Wasserbedarf. Der Boden sollte humusreich, durchlässig und nährstoffreich sein — Staunässe verträgt sie nicht, kurze Trockenperioden übersteht sie dagegen problemlos.

Gießen & Wasserbedarf

Im Gartenbeet versorgt sich die Bergenie meist selbst über den Regen — nur bei längerer Trockenheit und an sonnigen Standorten gelegentlich gießen. Sie kommt besser mit Trockenheit zurecht als mit zu viel Nässe, also lieber etwas weniger als zu viel. Im Kübel regelmäßiger gießen wenn die oberste Erdschicht trocken ist — immer bodennah und Staunässe unbedingt vermeiden. Wasser nicht über die Blätter gießen damit sich keine Pilzkrankheiten bilden.

Düngen

Die Bergenie ist sehr genügsam und braucht kaum Dünger — zu viel schadet ihr sogar und macht sie anfälliger für Krankheiten. Im Gartenbeet reicht einmal im Herbst eine Gabe Kompost in die Bodenoberfläche einarbeiten völlig aus. Im Kübel einmal jährlich im Frühjahr einen organischen Dünger oder Langzeitdünger geben. Wer nach der Blüte im Frühjahr leicht zurückschneidet regt oft eine zweite Blüte im Herbst an — dann freut sich die Pflanze über etwas Flüssigdünger.

Temperatur & Überwinterung

Die Bergenie ist vollständig winterhart und übersteht deutsche Winter ohne Schutz problemlos. Als wintergrüne Staude behält sie ihre großen Blätter auch im Winter und liefert so ganzjährig Struktur im Garten. Im Frühjahr kann sie etwas empfindlich auf Spätfröste reagieren — bei Bedarf kurz mit Reisig abdecken. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln damit der Wurzelballen bei extremem Frost nicht durchfriert. Vertrocknete Blätter im Frühjahr einfach entfernen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten nach der Blüte im Frühjahr. Lockere, durchlässige Blumenerde mit einem Sand- oder Kiesanteil ist ideal — gute Drainage ist wichtiger als nährstoffreiche Erde. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Der Topf sollte breit genug sein da die Bergenie horstartig wächst und sich in die Breite ausdehnt. Beim Umtopfen gleich alte Ausläufer abtrennen und als neue Pflanzen verwenden.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst — den Horst ausgraben, mit einem Spaten oder scharfen Messer teilen und beide Teile einpflanzen. Die abgetrennten Ausläufer mit Rhizomstücken direkt in frische Erde setzen und gut angießen. Stecklinge im Frühjahr an einem warmen, hellen Standort bewurzeln lassen. Die Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und sie blüht danach wieder kräftiger — alle drei bis vier Jahre empfehlenswert.

Krankheiten & Schädlinge

Die Bergenie ist allgemein sehr robust und kaum anfällig für Krankheiten. Gelegentlich kann der Dickmaulrüssler auftreten — die Larven fressen an den Wurzeln und können die Pflanze schädigen. Abhilfe schaffen Nematoden die dem Gießwasser beigegeben werden. Staunässe führt zu Wurzelfäule — durchlässige Erde ist die beste Vorbeugung. Spätfröste im Frühjahr können die frischen Blüten schädigen — bei Frost einfach kurz mit Vlies abdecken und danach wieder lüften.

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