Kriechender Günsel mit violett-blauen Blütenähren und bronzefarbenem Laub als Bodendecker unter Bäumen
Garten

Kriechender Günsel

Ajuga reptans
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 30 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Der Kriechende Günsel ist einer der pflegeleichtesten und wertvollsten Bodendecker die es gibt — er wächst praktisch von allein, bildet dichte immergrüne Teppiche und blüht von April bis Juni mit leuchtend violett-blauen Blütenähren die 41 Wildbienenarten als Nahrungsquelle dienen. Seine Blätter je nach Sorte sattgrün, bronzefarben oder purpurrot machen ihn auch außerhalb der Blütezeit zu einem attraktiven Bodenbedecker. Unter Bäumen, an schattigen Beeträndern oder als Unterpflanzung von Gehölzen — der Günsel schließt Lücken wo andere Pflanzen aufgeben.

Standort & Licht

Der Kriechende Günsel bevorzugt halbschattige bis schattige Standorte — am Waldrand, unter Bäumen oder entlang von Hecken fühlt er sich am wohlsten. Volle Sonne ist möglich solange der Boden ausreichend feucht bleibt — an trockenen Sonnenpositionen leidet er schnell. Der Boden sollte humusreich, locker, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein. Wichtig: Den Günsel mit einer Beetbegrenzung von Rasenflächen trennen da er sich durch Ausläufer sehr schnell ausbreitet und Rasen schwer von ihm zu befreien ist.

Gießen & Wasserbedarf

An schattigen Standorten versorgt sich der Günsel nach dem Anwachsen fast selbst — dort kaum bis gar nicht gießen. An sonnigeren Plätzen die Wassergaben entsprechend erhöhen damit die Erde nicht austrocknet. In längeren Trockenperioden gelegentlich gründlich wässern — immer bodennah und morgens. Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein ohne Staunässe entstehen zu lassen. Frisch gepflanzte Exemplare in den ersten Wochen regelmäßig gießen bis sie gut eingewurzelt sind. Im Winter kaum gießen.

Düngen

Der Kriechende Günsel braucht praktisch keinen Dünger — er wächst buchstäblich wie von allein. Wer ihm etwas Gutes tun möchte gibt im Frühjahr eine einmalige Gabe Kompost oder organischen Flüssigdünger — das fördert den Blütenreichtum und reicht für die gesamte Saison. Mehr ist wirklich nicht nötig. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte regt eine zweite Blüte an und verhindert zu starke Ausbreitung durch Selbstaussaat.

Temperatur & Überwinterung

Der Kriechende Günsel ist vollständig winterhart und braucht keinerlei Winterschutz. Als immergrüner Bodendecker bleibt er auch im Winter sichtbar und dekorativ — besonders die purpurfarbenen Sorten sehen mit Raureif wunderschön aus. Im Frühjahr alte oder beschädigte Blätter entfernen bevor die neuen Blüten erscheinen. Keine besondere Pflege nötig — er übersteht auch strengere Winter problemlos.

Umtopfen & Substrat

Der Kriechende Günsel ist eine klassische Gartenpflanze die im Beet am besten zur Geltung kommt — im Garten kann er jahrelang am gleichen Platz wachsen ohne umgepflanzt zu werden. Pflanzabstand von 10 bis 20 Zentimetern einhalten für eine schnelle Flächenbedeckung — je enger gepflanzt desto schneller schließt sich der Teppich. Im Kübel jedes Jahr im Frühjahr das Substrat durch frische Erde ersetzen. Den Boden vor dem Pflanzen gut mit Kompost anreichern.

Vermehrung

Die einfachste Methode: Ausläufer von der Mutterpflanze abschneiden und an neuer Stelle einpflanzen — die Erfolgsquote liegt bei über 90 Prozent. Am besten im Frühjahr von März bis April oder im Frühherbst im September wenn der Boden feucht ist. Gut ausgebildete periphere Rosetten mit Ausläufer suchen, abtrennen und direkt einpflanzen. Gründlich angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Durch regelmäßiges Abtrennen und Umpflanzen der Ausläufer lässt sich gleichzeitig die Ausbreitung kontrollieren.

Krankheiten & Schädlinge

Der Kriechende Günsel ist erfreulich robust und wird kaum krank — das ist sein größter Vorteil als Bodendecker. Bei zu dicht stehendem Wuchs oder mangelnder Luftzirkulation kann Mehltau auftreten — regelmäßiges Ausdünnen beugt dem vor. Staunässe führt zu Wurzelfäule und muss vermieden werden. Schnecken können gelegentlich an jungen Trieben fressen — in den ersten Wochen nach dem Pflanzen schützen. Ansonsten ist er eine der pflegeleichtesten Stauden die man im Garten haben kann.

Häufige Fragen

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