Zitronenmelisse mit frischen grünen Blättern in Terrakottatopf auf sonniger Terrasse
Balkon & Terrasse · Garten · Kübelpflanzen

Zitronenmelisse

Melissa officinalis
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 100 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Zitronenmelisse ist eines der dankbarsten Küchenkräuter die du anbauen kannst — und gleichzeitig eine echte Heilpflanze mit langer Geschichte. Schon seit der Antike wird sie zur Beruhigung eingesetzt und ihre frischen Blätter duften wunderbar nach Zitrone. Von Juni bis August blühen kleine weiße Blüten die Bienen magisch anziehen — kein Wunder dass sie früher auch Bienenkraut genannt wurde. Sie wächst üppig, ist vollständig winterhart und kann bei guter Pflege bis zu 20 Jahre alt werden. Pro Saison kannst du sie bis zu viermal ernten.

Standort & Licht

Zitronenmelisse ist sehr anpassungsfähig — sie gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten gleichermaßen gut. Je sonniger der Platz, desto intensiver das typische Zitronenaroma in den Blättern. Ein windgeschützter Platz ist sinnvoll da die langen Stängel bei starken Böen abknicken können. Der Boden sollte humusreich, locker, durchlässig und gleichmäßig feucht sein — pH-Wert zwischen 6 und 7 ist ideal. Im Kübel oder Balkonkasten gedeiht sie genauso gut wie im Gartenbeet.

Gießen & Wasserbedarf

Zitronenmelisse mag gleichmäßige Feuchtigkeit — die Erde sollte weder austrocknen noch dauerhaft nass sein. Immer morgens gießen und das Wasser direkt auf die Erde, nie über die Blätter — feuchte Blätter fördern Pilzkrankheiten. Frisch gepflanzte Exemplare regelmäßig wässern bis sie eingewurzelt sind — danach kommen angewachsene Pflanzen auch mit kurzen Trockenperioden gut zurecht. Im Winter nur an frostfreien Tagen gießen wenn die Erde nicht gefroren ist und die Erde nie vollständig austrocknen lassen.

Düngen

Zitronenmelisse ist ein Schwachzehrer und braucht wenig Nährstoffe — zu viel Dünger macht die Blätter groß aber aromatisch leer. Einmal im April einen organischen Langzeitdünger oder Kompost rund um die Pflanze einarbeiten — das reicht für die gesamte Saison. Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen gar nicht düngen. Im Kübel von April bis September monatlich einen organischen Flüssigdünger in halber Konzentration geben. Ab Oktober komplett pausieren.

Temperatur & Überwinterung

Zitronenmelisse ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -25 °C im Garten problemlos ohne Schutz. Im Herbst die Triebe auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückschneiden — im Frühjahr treibt sie frisch und kräftig wieder aus. Im Kübel oder Balkonkasten ist sie etwas empfindlicher — den Kübel an einen windgeschützten Platz stellen und leicht abdecken. Da sich die Zitronenmelisse durch Rhizome und Selbstaussaat im Garten ausbreitet — wer das verhindern möchte pflanzt sie in einen Kübel ohne Bodenloch.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei Jahre umtopfen wenn er ihr zu eng wird — am besten im Frühjahr. Normale Kräuter- oder Gemüseerde funktioniert gut — humusreich, locker und mit guter Wasserhaltung. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Beim Umtopfen den Wurzelballen gleich teilen um die Pflanze zu verjüngen. Im Garten eine Anbaupause von vier Jahren einhalten bevor wieder Zitronenmelisse an gleicher Stelle angepflanzt wird.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr — den Horst ausgraben und mit einem Spaten teilen. Stecklinge bewurzeln bei Temperaturen um 20 °C bereits nach zehn Tagen — einfach Triebspitzen abschneiden, untere Blätter entfernen und in Anzuchterde stecken. Aussaat ist möglich aber langsam und ungleichmäßig — ab Februar unter Glas säen und nach den Eisheiligen auspflanzen. Oder einfach warten: Zitronenmelisse sät sich im Garten oft von selbst aus.

Krankheiten & Schädlinge

Zitronenmelisse ist erfreulich robust und wird kaum von Schädlingen befallen — ihre ätherischen Öle wirken natürlich abschreckend. Echter Mehltau kann bei zu feuchtem oder schattigen Standort auftreten — morgens gießen und für gute Luftzirkulation sorgen. Staunässe führt zu Wurzelfäule — durchlässige Erde ist die beste Vorbeugung. Die stärkste Ausbreitung durch Rhizome im Garten im Auge behalten und regelmäßig zurückschneiden damit sie andere Pflanzen nicht verdrängt.

Häufige Fragen

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