Wollziest mit silbrig-weißen samtig behaarten Blättern als Bodendecker im sonnigen Gartenbeet neben Rosen
Garten · Kübelpflanzen

Wollziest

Stachys byzantina
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 60 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Der Wollziest — auch liebevoll Eselsohr oder Hasenpfötchen genannt — ist eine der seltsamsten und bezauberndsten Gartenstauden zugleich. Seine silbrig-weißen, dicht behaarten Blätter fühlen sich an wie samtiger Stoff und sehen aus wie kleine Eselsohren — kein Wunder dass Kinder sie lieben. Von Juli bis August erscheinen dazu lila-rosa Blütenkerzen die Bienen magisch anziehen. Als Bodendecker, Beeteinfassung oder Begleiter von Rosen und Lavendel ist er kaum zu übertreffen — er wächst schnell, braucht kaum Pflege und bleibt das ganze Jahr grün.

Standort & Licht

Der Wollziest liebt die Sonne — mindestens drei bis vier Stunden direktes Sonnenlicht täglich sind ideal. Je sonniger und trockener sein Platz desto schöner und dichter sein silbriges Blattwerk. Halbschatten ist möglich aber dann wird das Blattwerk lockerer und weniger silbrig. Der Boden sollte mager, durchlässig und sandig sein — in zu nährstoffreicher oder schwerer Erde wird er schlaff und anfällig für Pilzkrankheiten. Als Rosenbegleitstaude neben Lavendel und Frauenmantel macht er eine besonders gute Figur.

Gießen & Wasserbedarf

Der Wollziest ist ausgesprochen trockenheitsverträglich — seine dicht behaarten Blätter speichern Feuchtigkeit und schützen ihn vor Austrocknung. Im Gartenbeet nach dem Anwachsen kaum noch gießen — erst gießen wenn die Blätter leicht schlaff hängen. Dann immer bodennah und direkt auf den Wurzelbereich gießen — nie über die behaarten Blätter da nasse Blätter schnell faulen. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und bei Bedarf gründlich wässern. Staunässe ist sein größter Feind und muss unbedingt vermieden werden.

Düngen

Der Wollziest braucht kaum bis gar keinen Dünger — auf mageren Böden gedeiht er sogar besser als auf nährstoffreichen. Im Gartenbeet reicht gelegentlich etwas Kompost beim Pflanzen völlig aus — danach ist keine weitere Düngung nötig. Im Kübel von April bis Juli gelegentlich einen Flüssigdünger für Kübelpflanzen in sehr geringer Dosierung geben. Überdüngung führt zu weichem, üppigem Wachstum das anfälliger für Pilzkrankheiten ist — weniger ist hier wirklich mehr.

Temperatur & Überwinterung

Der Wollziest ist vollständig winterhart und übersteht deutsche Winter problemlos. Als wintergrüne Staude behält er sein silbriges Blattwerk auch im Winter und sorgt damit ganzjährig für Struktur im Garten. Winterliche Staunässe ist sein einziger Schwachpunkt — bei schweren Böden die Wurzeln im Herbst leicht mit Tannenreisig abdecken. Im Frühjahr die alten oder beschädigten Blätter entfernen bevor die neuen Triebe erscheinen. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Magere, sandige und gut durchlässige Erde ist ideal — Kräutererde mit Sand gemischt funktioniert gut. Eine Kiesschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Der Kübel muss zwingend ein Abzugsloch haben. Alle drei bis vier Jahre empfiehlt sich eine Teilung um die Pflanze zu verjüngen. Im Garten Pflanzabstand von 35 Zentimetern einhalten damit sich die Pflanze schön ausbreiten kann.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr — den Horst ausgraben und mit einem Spaten teilen. Frisch geteilte Pflanzen gut angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Stecklinge im Sommer schneiden, untere Blätter entfernen und in sandige Anzuchterde stecken. Aussaat ist möglich — ausgereiften Samenkapseln im Herbst sammeln und im nächsten Frühjahr aussäen. Der Wollziest sät sich im Garten manchmal von selbst aus — Jungpflanzen einfach versetzen.

Krankheiten & Schädlinge

Der Wollziest ist erfreulich robust — seine dichte Behaarung schützt ihn natürlich vor vielen Schädlingen. Das einzige ernsthafte Problem ist Blattfäule bei nassen Blättern oder Staunässe — immer bodennah gießen und nie über die Blätter. Winterliche Dauernässe auf schweren Böden kann zu Fäulnis führen — eine leichte Abdeckung mit Reisig beugt dem vor. Gelegentlich können Schnecken an jungen Trieben fressen — in den ersten Wochen nach dem Pflanzen schützen.

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