Wiesen-Margerite mit weißen Blüten und gelbem Herz in naturnahem Gartenbeet mit Wiesenflair
Garten · Kübelpflanzen

Wiesen-Margerite

Leucanthemum vulgare
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 60 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Wiesen-Margerite ist das Sinnbild des deutschen Sommers — ihre strahlend weißen Blüten mit leuchtendem gelbem Herz kennt jeder und jeder liebt sie. Von Mai bis September blüht sie unermüdlich und ist dabei einer der wichtigsten heimischen Insektenmagneten überhaupt. Sage und schreibe 79 Wildbienenarten und zahlreiche Schmetterlingsarten profitieren von ihr. Als ursprüngliche Wildstaude ist sie extrem robust, winterhart bis -40 °C und sät sich im Garten fast von selbst aus. Pflegeleichter und naturnaher geht es kaum.

Standort & Licht

Die Wiesen-Margerite liebt die Sonne — je sonniger ihr Platz desto üppiger und langanhaltender blüht sie. Im Halbschatten wächst sie zwar aber die Blüten werden spärlicher. Der Boden sollte durchlässig, mäßig nährstoffreich und leicht kalkhaltig sein — auf zu nährstoffreichen Böden wächst sie üppig aber blüht weniger. In normaler Gartenerde gedeiht sie problemlos solange keine Staunässe entsteht. In Gruppen von fünf bis zehn Pflanzen mit je 40 Zentimetern Abstand kommt sie am schönsten zur Geltung.

Gießen & Wasserbedarf

Die Wiesen-Margerite kommt mit wenig Wasser aus — im Gartenbeet versorgt sie sich nach dem Anwachsen in normalen Sommern weitgehend selbst. Nur in längeren Trockenperioden im Sommer gelegentlich gleichmäßig gießen damit die Erde nicht völlig austrocknet. Immer bodennah gießen und die Blüten trocken halten. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet. Das Substrat sollte frisch-feucht bis mäßig trocken sein — Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und muss unbedingt vermieden werden.

Düngen

Die Wiesen-Margerite braucht kaum Dünger — auf mäßig nährstoffreichen Böden ist gar keine Düngung nötig. Wenn die Blühfreude nachlässt einmal im Monat gelegentlich Kompost rund um die Pflanze einarbeiten. Im Kübel von Mai bis August alle vier Wochen einen Flüssigdünger in halber Konzentration geben. Wer beim Einpflanzen Kompost einarbeitet braucht im ersten Jahr gar nicht zu düngen. Verblühte Blüten regelmäßig entfernen verlängert die Blütezeit und regt die Nachblüte an.

Temperatur & Überwinterung

Die Wiesen-Margerite ist außergewöhnlich winterhart und übersteht Temperaturen bis -40 °C problemlos ohne jeden Schutz. Im Herbst die Triebe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter zurückschneiden — das fördert einen kräftigen Neuaustrieb im Frühjahr. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen. Junge frisch gepflanzte Exemplare im ersten Winter mit einer dünnen Laubschicht schützen. Wer die Selbstaussaat kontrollieren möchte schneidet die Samenstände vor der Reife ab.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Normale, mäßig nährstoffreiche und gut durchlässige Blumenerde funktioniert gut — zu reiche Erde fördert Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Eine Drainageschicht am Topfboden ist wichtig. Alle drei bis vier Jahre empfiehlt sich eine Teilung um die Pflanze zu verjüngen und die Blühkraft zu erhalten. Im Garten breitet sie sich durch Rhizome und Selbstaussaat aus — nicht gewünschte Jungpflanzen einfach versetzen oder verschenken.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst — den Horst ausgraben und mit einem Spaten in mehrere Teile teilen. Jedes Teilstück braucht ausreichend Wurzeln und Blattansätze. Alternativ durch Selbstaussaat im Garten — die Pflanze kümmert sich fast von selbst darum. Aussaat ab März unter Glas oder ab Mai direkt ins Freiland ist ebenfalls möglich. Reife Samen sammeln, trocknen und kühl lagern bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr.

Krankheiten & Schädlinge

Die Wiesen-Margerite ist erfreulich robust und wird kaum ernsthaft krank. Staunässe führt zu Wurzelfäule und Schimmelpilzen — gute Drainage und maßvolles Gießen beugen dem vor. Mehltau kann bei zu schattigen oder feuchten Standorten auftreten — ein sonniger, luftiger Platz ist die beste Vorbeugung. Blattläuse können gelegentlich auftreten — mit einem Wasserstrahl abspritzen reicht völlig. Nach drei bis vier Jahren lässt die Blühkraft nach — regelmäßige Teilung verjüngt die Pflanze und hält sie blühfreudig.

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