Taglilie mit orangefarbenen Trichterblüten im sonnigen Staudenbeet mit naturnahem Gartenhintergrund
Garten · Kübelpflanzen

Taglilien

Hemerocallis × hybrida
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 100 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Taglilie wird von Gartenexperten liebevoll die „Staude des faulen Gärtners“ genannt — und das ist das größte Kompliment das es gibt. Jede einzelne Blüte öffnet sich nur für einen einzigen Tag, aber da eine Pflanze bis zu 300 Blüten pro Saison bildet merkst du davon kaum etwas. Von Mai bis August blüht sie unermüdlich in Gelb, Orange, Rosa, Rot oder Lila und braucht dabei kaum Pflege. Sie ist robust, winterhart, kommt mit Trockenheit klar und wird mit jedem Jahr üppiger. Karl Foerster wusste warum er sie so liebte.

Standort & Licht

Die Taglilie liebt die Sonne — je sonniger der Platz, desto üppiger und größer die Blüten. Halbschatten ist möglich aber dann werden die Blüten spärlicher. Ausnahme: dunkelblühende Sorten sollten nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden da die Blüten sonst ausbleichen. Der Boden kann fast beliebig sein — die Taglilie gedeiht in fast jeder Gartenerde, am besten aber in humosem, nährstoffreichem und gut durchlässigem Boden. Staunässe ist ihr einziger wirklicher Feind.

Gießen & Wasserbedarf

Die Taglilie hat kräftige Speicherwurzeln und übersteht Trockenperioden gut — aber Wassermangel wirkt sich auf die Blütengröße aus. Von April bis Juni regelmäßig und gründlich gießen wenn es nicht regnet — in dieser Zeit bildet sie ihre Knospen und braucht ausreichend Wasser. Später im Jahr reicht ein Gießen bei längerer Trockenheit völlig aus. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und auch im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich gießen. Leitungswasser funktioniert auch bei hohem Kalkgehalt problemlos.

Düngen

Im ersten Jahr nach dem Pflanzen nicht düngen wenn beim Einpflanzen Kompost eingearbeitet wurde. Ab dem zweiten Jahr im April beim starken Austrieb einmal Kompost oder einen organischen Langzeitdünger rund um die Pflanze einarbeiten — eine zweite Gabe im Juni fördert die Blüte. Frühestens acht Wochen nach der Pflanzung mit dem Düngen starten. Überdüngung unbedingt vermeiden — zu viele Nährstoffe im Herbst erschweren die Überwinterung. Ab Juli nicht mehr düngen.

Temperatur & Überwinterung

Die Taglilie ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -30 °C problemlos. Einziehende Sorten brauchen gar keinen Schutz — einfach im Herbst die welken Blätter abschneiden und liegen lassen als natürlichen Mulch. Bei immergrünen oder halbimmergrünen Sorten die Basis mit Reisig oder Laub abdecken. Im Kübel den Topf auf eine Holzpalette stellen, mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen. Die Erde darf im Winter nicht völlig austrocknen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Humusreiche, nährstoffreiche und gut durchlässige Blumenerde ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden ist wichtig. Im Garten kann die Taglilie bis zu 20 Jahre am selben Platz stehen — Umsetzen ist kaum nötig. Alle drei bis fünf Jahre empfiehlt sich eine Teilung um die Pflanze zu verjüngen und die Blühkraft zu erhalten. Verblühte Blütenstände regelmäßig entfernen damit die Pflanze ihre Kraft in neue Blüten steckt.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst — den Horst ausgraben und mit einem Spaten oder Messer in mehrere Teile teilen. Jedes Teilstück braucht mindestens einen kräftigen Trieb mit Wurzeln. Frisch geteilte Pflanzen gut angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Die Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und sie blüht danach wieder kräftiger. Aussaat ist möglich aber bei Hybridsorten nicht sortenecht — Teilung ist die zuverlässigere Methode.

Krankheiten & Schädlinge

Die Taglilie ist bemerkenswert robust und wird kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen — das verdient sie ihren Ruf als pflegeleichteste Gartenstaude. Gelegentlich können Schnecken frische Triebe im Frühjahr anfressen — Schneckenkorn rund um die Pflanze schützt. Gelbe Blätter deuten auf Nährstoffmangel hin — eine Düngergabe hilft sofort. Staunässe führt zu Wurzelfäule und ist das einzige ernsthafte Problem — durchlässiger Boden ist die beste Vorbeugung.

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