Rosmarin mit nadelartigen Blättern und blauen Blüten in Terrakottatopf auf sonniger mediterraner Terrasse
Balkon & Terrasse · Garten · Kübelpflanzen

Rosmarin

Salvia rosmarinus
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 150 cm

Winterhart:

Nein

Giftig:

Nein

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.

Über die Pflanze

Rosmarin ist das mediterrane Küchenkraut schlechthin — sein intensiver harziger Duft und sein würziger Geschmack machen ihn zu einem unverzichtbaren Begleiter in der Küche. Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Brot — kaum ein Gericht das nicht von frischem Rosmarin profitiert. Als immergrüner Halbstrauch mit nadelartigen Blättern und hellblauen Blüten ist er zudem das ganze Jahr über eine echte Zierde auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Er liebt Sonne, Trockenheit und Wärme — und vergibt sehr gut wenn man ihn mal vergisst zu gießen.

Standort & Licht

Rosmarin braucht so viel Sonne wie möglich — mindestens drei bis vier Stunden direktes Sonnenlicht täglich sind ideal. Ein warmer, windgeschützter Platz an einer Südwand ist perfekt da die gespeicherte Wärme dem mediterranen Halbstrauch besonders zugutekommt. Der Boden sollte mager, durchlässig und leicht kalkhaltig sein — in zu nährstoffreicher Erde wächst er zwar üppig aber das Aroma leidet. Im Kübel auf der Terrasse oder im Kräuterbeet macht er eine gleichermaßen gute Figur.

Gießen & Wasserbedarf

Rosmarin ist sehr trockenheitsverträglich und mag es lieber zu trocken als zu nass. Erst gießen wenn die Erde nahezu vollständig trocken ist — dann aber gründlich durchdringend wässern bis das Wasser unten herausläuft. Im Kübel häufiger kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet. Immer bodennah gießen und nie über die Nadeln. Leitungswasser mit hohem Kalkgehalt ist völlig in Ordnung — Rosmarin mag kalkhaltigen Boden sogar. Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule und ist sein größter Feind.

Düngen

Rosmarin braucht kaum Dünger — zu viele Nährstoffe machen ihn anfälliger und schwächen das Aroma. Im Gartenbeet reicht einmal im Frühjahr etwas Kompost oder Langzeitdünger völlig aus. Im Kübel alle zwei Monate von April bis August einen organischen Flüssigdünger in sehr geringer Konzentration geben. Wer jedes Jahr umtopft braucht gar nicht extra zu düngen — die frische Erde reicht. Ab September komplett pausieren damit die Triebe gut ausreifen.

Temperatur & Überwinterung

Rosmarin ist nur bedingt winterhart — je nach Sorte verträgt er Temperaturen bis -10 bis -15 °C. Im Garten an windgeschützten Plätzen mit Vlies oder Reisig abdecken. Im Kübel unbedingt ins Haus holen — ein helles, kühles Winterquartier mit 5 bis 10 °C ist ideal. Im Winter sehr sparsam gießen und bei trockener Luft gelegentlich die Nadeln besprühen. Ab Mitte April langsam wieder ans Freie gewöhnen. Nach dem Überwintern im Frühjahr einen Formschnitt machen — nicht ins alte verholzte Holz schneiden.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle ein bis zwei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Kräutererde mit Sand und Kies gemischt ist ideal — durchlässig und leicht mager. Eine großzügige Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Kübel muss zwingend ein Abflussloch haben. Wer jedes Jahr in frische Erde umtopft braucht nicht extra zu düngen. Nach fünf bis sieben Jahren verholzt Rosmarin stark — dann Stecklinge nehmen und neu pflanzen für frischeren Wuchs und intensiveres Aroma.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Sommer — etwa 10 bis 15 cm lange nicht verholzte Triebe abschneiden, untere Nadeln entfernen und in Kräutererde stecken. Hell und mäßig feucht halten bis sich Wurzeln bilden. Absenker funktionieren ebenfalls gut — einen Trieb im Frühjahr mit Erde bedecken bis er Wurzeln bildet. Aussaat ist möglich aber langsam und aufwendig. Stecklinge sind die zuverlässigere und schnellere Methode. Ganze Zweige lassen sich ganzjährig ernten — immer frische Triebspitzen abschneiden und nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal.

Krankheiten & Schädlinge

Rosmarin ist im Freien dank seiner ätherischen Öle erfreulich robust. Im Winterquartier können Spinnmilben und Blattläuse auftreten wenn die Luft zu trocken ist — regelmäßiges Besprühen der Nadeln mit Wasser beugt dem vor. Gelbe Nadeln deuten fast immer auf Staunässe oder zu wenig Licht hin — sofort die Erde prüfen und den Standort verbessern. Echter Mehltau kann bei zu feuchtem Standort auftreten — immer bodennah gießen und für gute Luftzirkulation sorgen. Das Winterquartier regelmäßig lüften verhindert Schimmelbildung.

Du möchtest diese Pflanze bei dir zuhause haben? 

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.