Purpurglöckchen mit burgunderroten und bronzefarbenen Blättern in cremefarbenem Keramiktopf auf schattiger Terrasse
Balkon & Terrasse · Garten · Kübelpflanzen

Purpurglöckchen

Heuchera × hybrida
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 60 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Das Purpurglöckchen ist eine der faszinierendsten Blattschmuckstauden die es gibt — ihre Blätter in Bronze, Burgund, Silber, Caramel oder Smaragdgrün leuchten das ganze Jahr über und machen jede Gartenecke, jeden Kübel und jeden Balkon interessanter. Von Juni bis August erscheinen dazu zarte, glockenförmige Blüten in Rosa oder Weiß die Bienen und Hummeln anziehen. Als wintergrüne Staude behält sie ihr Laub auch im Winter und ist damit ein echter Ganzjahres-Hingucker. Mit ihrer Kompaktheit und Anspruchslosigkeit ist sie für Anfänger und erfahrene Gärtner gleichermaßen ideal.

Standort & Licht

Das Purpurglöckchen bevorzugt einen halbschattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit — Morgen- oder Abendsonne ist ideal, pralle Mittagssonne verträgt es nicht gut. Dunkelblättrige und rotlaubige Sorten brauchen etwas mehr Licht damit ihre Farben schön zur Geltung kommen. Der Boden sollte humusreich, nährstoffreich, sandig-lehmig und gut durchlässig sein — Staunässe verträgt es überhaupt nicht. Im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse fühlt es sich genauso wohl wie im Gartenbeet — wichtig ist nur ausreichend Licht und kein zu dunkler Platz.

Gießen & Wasserbedarf

Beim Gießen des Purpurglöckchens ist Fingerspitzengefühl gefragt — die oberste Erdschicht darf gut abgetrocknet sein bevor nachgegossen wird. Kurze Trockenphasen verträgt es besser als Staunässe — die Wurzeln reagieren sehr empfindlich auf dauerhaft nasse Bedingungen. Immer bodennah gießen, nie über die Blätter. Frisch gepflanzte Exemplare zweimal pro Woche gießen bis sie eingewurzelt sind — danach reicht es nur in extremen Trockenperioden zu wässern. Im Winter an frostfreien Tagen nur sparsam gießen damit die Erde nicht völlig austrocknet.

Düngen

Das Purpurglöckchen ist sehr genügsam — zu viel Dünger schadet ihm sogar. Im Frühjahr und Spätsommer die Erde mit etwas Kompost mulchen das reicht völlig aus. Im Kübel von April bis September monatlich einen Flüssigdünger in halber Konzentration geben — alternativ im Frühjahr Langzeitdüngerstäbchen in die Erde stecken. Wenn jährlich umgetopft wird ist gar keine weitere Düngung nötig. Überdüngung führt zu Wurzelschäden und sollte unbedingt vermieden werden.

Temperatur & Überwinterung

Das Purpurglöckchen ist vollständig winterhart und übersteht deutsche Winter problemlos ohne Schutz. Als halbimmergrüne Staude behält es sein Laub bis in den Winter — die bunten Blätter sind auch bei Schnee noch sichtbar und dekorativ. Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb alte oder beschädigte Blätter bodennah entfernen und die Pflanze leicht auf 10 Zentimeter zurückschneiden für einen besonders dichten Neuaustrieb. Im Kübel den Topf auf Styropor stellen und mit Kokosmatten umwickeln damit der Wurzelballen nicht durchfriert.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle ein bis zwei Jahre umtopfen wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen. Humusreiche, nährstoffreiche und gut durchlässige Gartenerde mit einer Drainageschicht aus Lavasplitt am Topfboden ist ideal. Der Topf muss nicht sehr groß sein — das Purpurglöckchen ist eine kompakte Staude. Beim Umtopfen die Pflanze gleich teilen um sie zu verjüngen. Im Gartenbeet Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimetern einhalten da sich die Pflanze mit der Zeit zu dichten Polstern ausbreitet.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder nach der Blüte im August — die Pflanze ausgraben, zweiteilen und beide Teile wieder einpflanzen. Frisch geteilte Pflanzen gut angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Stecklinge von Blattrosetten im Sommer schneiden und in Anzuchterde bewurzeln lassen. Aussaat ist möglich aber bei Hybridsorten nicht sortenecht — Teilung ist die zuverlässigere und schnellere Methode. Die Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und sie bildet danach wieder kräftigere Blüten.

Krankheiten & Schädlinge

Der Dickmaulrüssler ist der gefürchtetste Schädling — seine Larven fressen an den Wurzeln und können die Pflanze zum Absterben bringen. Nematoden die mit dem Gießwasser im April/Mai und August/September ausgebracht werden helfen effektiv. Staunässe führt zu Wurzelfäule — gute Drainage ist die wichtigste Vorbeugung. Falscher Mehltau kann bei zu feuchten Standorten auftreten — morgens gießen und für gute Luftzirkulation sorgen. Ansonsten ist das Purpurglöckchen erfreulich robust.

Häufige Fragen

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