Pflücksalat mit bunten grünen und roten Salatblättern in Balkonkasten auf sonniger Terrasse
Balkon & Terrasse · Garten

Pflücksalat

Lactuca sativa var. crispa
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 30 cm

Winterhart:

Nein

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Pflücksalat ist das unkomplizierteste Gemüse das du auf dem Balkon oder im Garten anbauen kannst — und das mit dem schnellsten Erfolgserlebnis. Schon sechs Wochen nach der Aussaat kannst du die ersten Blätter ernten, und weil du immer nur die äußeren Blätter abnimmst wächst die Pflanze munter weiter. In einer Gartensaison erntest du dieselbe Pflanze mehrmals — ganz frisch, ganz unkompliziert. Lollo Rosso, Eichblattsalat oder Lollo Bionda — die Sortenvielfalt macht jeden Balkonkasten bunt und lecker.

Standort & Licht

Pflücksalat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort — an zu sonnigen Plätzen schießt er bei Hitze schnell in die Höhe und wird bitter. Ein Platz mit Morgen- oder Abendsonne und etwas Schatten zur Mittagszeit ist ideal. Im Kübel oder Balkonkasten gedeiht er genauso gut wie im Gartenbeet. Der Boden sollte humusreich, locker, gleichmäßig feucht und leicht sauer sein. Pflücksalat ist ein Lichtkeimer — die Samen beim Aussäen einfach auf die Erde streuen und leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken.

Gießen & Wasserbedarf

Pflücksalat ist durstig — gleichmäßige Feuchtigkeit ist entscheidend damit er saftig und zart bleibt. Immer bodennah gießen und nie über die Blätter damit kein Pilzbefall entsteht. In Trockenperioden täglich gießen — die Erde sollte nie völlig austrocknen aber auch keine Staunässe entstehen. Im Kübel öfter kontrollieren da er dort schneller austrocknet. Eine dünne Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit länger im Boden.

Düngen

Wenn beim Aussäen oder Einpflanzen nährstoffreiche Gemüse- oder Kräutererde verwendet wurde braucht Pflücksalat kaum zusätzlichen Dünger. Falls doch: nach etwa sechs Wochen einmal einen organischen Flüssigdünger in normaler Dosierung geben. Mineralischer Volldünger ist nicht nötig und nicht empfehlenswert da er den Geschmack der Blätter beeinträchtigen kann. Für üppiges Blattwachstum reicht organischer Stickstoffdünger einmal im Monat völlig aus.

Temperatur & Überwinterung

Pflücksalat ist nicht winterhart — er ist eine Saisalpflanze die von April bis Oktober angebaut wird. Bei Temperaturen unter 5 °C stellt er sein Wachstum ein. Im Herbst durch winterharte Sorten wie Feldsalat ersetzen. Damit du die ganze Saison über frischen Salat hast alle vier bis sechs Wochen nachsäen — das sichert eine kontinuierliche Ernte von April bis Oktober. In milden Herbsten kann er mit etwas Vliesschutz noch bis in den November geerntet werden.

Umtopfen & Substrat

Im Balkonkasten oder Kübel direkt in nährstoffreiche, humusreiche Gemüseerde säen oder Jungpflanzen einsetzen. Ein Pflanzabstand von 5 bis 10 Zentimetern reicht völlig aus da regelmäßig Blätter geerntet werden. Im Gartenbeet alle 25 bis 30 Zentimeter pflanzen. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Nach etwa drei Ernten lässt die Wuchskraft nach — dann die alten Pflanzen entfernen und neu aussäen. Ein flacher Balkonkasten von 15 bis 20 Zentimetern Tiefe reicht für Pflücksalat völlig aus.

Vermehrung

Pflücksalat wird durch Aussaat vermehrt — direkt ins Freiland ab April oder unter Glas ab Ende Februar. Die Samen einfach auf die Erde streuen und leicht andrücken da Pflücksalat ein Lichtkeimer ist. Nach etwa 7 bis 14 Tagen keimen die ersten Sämlinge. Alternativ im Gartencenter fertige Jungpflanzen kaufen die bereits nach zwei bis drei Wochen erntereif sind — die schnellste Methode für alle die sofort loslegen möchten. Für eine kontinuierliche Ernte alle vier bis sechs Wochen nachsäen.

Krankheiten & Schädlinge

Schnecken sind der größte Feind des Pflücksalats — besonders bei Jungpflanzen. Schneckenkorn rund um den Kübel oder eine Kupferbandumrandung schützen effektiv. Falscher Mehltau zeigt sich als gelbliche Flecken auf den Blättern — gute Luftzirkulation und trockenes Gießen beugen dem vor. Bittere Blätter sind fast immer ein Zeichen für zu viel Hitze oder Wassermangel — einen kühleren Platz wählen oder häufiger gießen. Blattläuse können auftreten — mit einem Wasserstrahl abspritzen reicht meist völlig.

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