Oleander mit rosa Blüten in großem cremefarbenem Keramiktopf auf sonniger Terrasse
Balkon & Terrasse · Kübelpflanzen

Oleander

Nerium oleander
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Viel

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Fortgeschritten

Wuchshöhe:

bis 400 cm

Winterhart:

Nein

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Der Oleander ist die Mittelmeer-Kübelpflanze schlechthin — seine üppigen Blüten in Rosa, Weiß, Rot oder Gelb bringen sofort Urlaubs-Feeling auf jeden Balkon und jede Terrasse. Von Mai bis Oktober blüht er unermüdlich und wird dabei jedes Jahr größer und beeindruckender. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend liebt er Sonne und Wärme. Ein echter Star für alle die ein Stück Süden zu sich nach Hause holen möchten — mit etwas Pflege belohnt er es mit einer Blütenpracht die kaum zu übertreffen ist.

Standort & Licht

Der Oleander braucht so viel Sonne wie möglich — ein vollsonniger, warmer und windgeschützter Platz ist ideal. Je mehr Sonne er bekommt, desto üppiger blüht er. Auf dem Balkon oder der Terrasse an der Südseite fühlt er sich am wohlsten. Im Halbschatten wächst er zwar, blüht aber deutlich weniger. Der Kübel sollte breit und groß sein — mindestens 30 Liter Volumen — denn die Wurzeln wachsen vor allem in die Breite.

Gießen & Wasserbedarf

Der Oleander ist im Sommer ausgesprochen durstig — an heißen Tagen kann er täglich bis zu dreimal Wasser brauchen. Im Unterschied zu den meisten anderen Kübelpflanzen verträgt er auch etwas Wasser im Untersetzer — er ist an Flussufer angepasst und kommt mit Feuchtigkeit gut zurecht. Immer von unten gießen, nicht über die Blätter. Im Winter den Wasserbedarf stark reduzieren — die Erde darf leicht antrocknen. Kalkreiches Leitungswasser ist ideal.

Düngen

Von Mai bis September regelmäßig und großzügig düngen — wöchentlich einen Flüssigdünger für mediterrane Kübelpflanzen ins Gießwasser geben. Der Oleander ist ein starker Wachser und Blüher und braucht entsprechend viele Nährstoffe. Wer weniger Aufwand will greift zu Düngestäbchen für mediterrane Pflanzen. Ab Oktober komplett pausieren — im Winter braucht er keine Nährstoffe.

Temperatur & Überwinterung

Der Oleander ist nicht winterhart und muss vor dem ersten Frost ins Haus — ein helles, kühles Winterquartier mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C ist ideal. Ein Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder eine helle Garage funktionieren gut. Im Dunkeln überwintern ist möglich aber dann verliert er viele Blätter. Im Winter kaum gießen und nicht düngen. Ab Mai nach den Eisheiligen wieder nach draußen.

Umtopfen & Substrat

Alle zwei bis drei Jahre umtopfen wenn die Wurzeln aus dem Topf schauen — am besten im Frühjahr vor dem Austrieb. Ein breiter Kübel ist wichtiger als ein hoher — die Wurzeln wachsen in die Breite. Normale Blumenerde funktioniert gut, etwas Sand oder Perlite für bessere Drainage beimengen. Nach dem Umtopfen im ersten Jahr nicht düngen — die frische Erde enthält genug Nährstoffe.

Vermehrung

Die einfachste Methode: einen etwa 15 cm langen Trieb abschneiden, die unteren Blätter entfernen und direkt ins Wasserglas stellen. Nach zwei bis vier Wochen bilden sich Wurzeln — dann in Erde einpflanzen. Diese Methode funktioniert erstaunlich zuverlässig und macht richtig Spaß. Am besten im Sommer Stecklinge nehmen wenn die Pflanze aktiv wächst.

Krankheiten & Schädlinge

Schildläuse sind der häufigste Schädling beim Oleander — besonders im Winterquartier bei zu warmen Temperaturen. Befallene Stellen mit einem mit Alkohol getränkten Tuch abwischen. Oleanderkrebs — erkennbar an korkigen Wucherungen an Trieben — befallene Äste sofort entfernen. Pilzbefall durch Ascochyta zeigt sich als braune Flecken auf den Blättern. Wichtig: Alle Pflanzenteile des Oleanders sind stark giftig — Handschuhe beim Schneiden tragen und außer Reichweite von Kindern und Tieren stellen.

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