Lavendel mit violetten Blütenähren in cremefarbenem Keramiktopf auf sonniger Steinterrasse
Balkon & Terrasse · Garten · Kübelpflanzen

Lavendel

Lavandula angustifolia
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 60 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Lavendel ist wohl die romantischste Gartenpflanze die es gibt — sein intensiver Duft, die silbrig-grünen Blätter und die violetten Blütenähren bringen sofort mediterranes Flair auf jeden Balkon und in jeden Garten. Von Juni bis August blüht er unermüdlich und zieht dabei Bienen und Schmetterlinge in Scharen an. Einmal gepflanzt macht er jahrelang Freude — vorausgesetzt er bekommt genug Sonne und trockene Füße.

Standort & Licht

Lavendel braucht Sonne — und zwar so viel wie möglich. Ein vollsonniger, warmer und windgeschützter Platz ist ideal, am besten vor einer südlichen Mauer die zusätzlich Wärme speichert. Im Halbschatten wächst er zwar, blüht aber deutlich spärlicher. Der Boden sollte nährstoffarm, durchlässig und leicht kalkhaltig sein — schwere, feuchte Böden unbedingt mit Sand auflockern. Staunässe ist sein größter Feind.

Gießen & Wasserbedarf

Lavendel ist ausgesprochen trockenheitstolerant — er kommt aus dem Mittelmeerraum und hat gelernt mit wenig Wasser auszukommen. Im Gartenbeet nach dem Anwachsen kaum noch gießen, nur bei längerer Trockenheit nachhelfen. Im Kübel die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen lassen — lieber einmal zu wenig als zu viel. Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule und ist meist das Ende für die Pflanze.

Düngen

Lavendel ist ein echter Schwachzehrer — im Gartenbeet braucht er praktisch keinen Dünger. Wer möchte kann im Frühjahr etwas Kompost einarbeiten, das reicht völlig. Im Kübel von April bis August alle vier bis acht Wochen einen organischen Dünger in sehr geringer Dosierung geben — ab August komplett pausieren. Zu viel Stickstoff fördert Blattwachstum auf Kosten der Blüten und macht die Triebe weich und anfällig.

Temperatur & Überwinterung

Der echte Lavendel ist sehr winterhart und übersteht Temperaturen bis -20 °C im Garten problemlos ohne Schutz. Im Kübel ist er etwas empfindlicher — hier den Topf mit Vlies umwickeln und an einen geschützten Platz stellen. Ein Rückschnitt im Frühjahr direkt nach dem Winter ist wichtig damit er kompakt bleibt und nicht verholzt. Nicht ins alte Holz schneiden — nur die grünen Triebe kürzen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr nach dem Rückschnitt. Kräutererde mit Sand gemischt ist ideal — gute Drainage ist entscheidend. Eine großzügige Drainageschicht aus Blähton am Topfboden ist Pflicht. Der Topf sollte nicht zu groß sein — in zu viel Erde steht Lavendel zu lange feucht und das verträgt er nicht.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Sommer — einfach einen etwa 10 cm langen nicht verholzten Trieb abschneiden, untere Blätter entfernen und in Kräutererde stecken. Kühl und hell halten bis sich Wurzeln bilden — das dauert drei bis sechs Wochen. Aussaat ist möglich aber aufwendiger und dauert länger. Stecklinge funktionieren zuverlässiger und ergeben schneller blühfähige Pflanzen.

Krankheiten & Schädlinge

Lavendel ist dank seiner ätherischen Öle sehr robust gegenüber Schädlingen. Das häufigste Problem ist Stängelgrundfäule durch Staunässe — durchlässige Erde und maßvolles Gießen sind die beste Vorbeugung. Schwarzbraune Flecken an den Zweigen deuten auf Pilzbefall hin — befallene Triebe sofort zurückschneiden und entsorgen. Verholzte Pflanzen die kaum noch blühen brauchen einen kräftigen Verjüngungsschnitt im Frühjahr.

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