Kiwi-Pflanze mit üppigem grünem Laub und kleinen Kiwifrüchten an Holzpergola im Garten
Garten · Kübelpflanzen

Kiwi-Pflanze

Actinidia arguta ‚Issai‘
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Fortgeschritten

Wuchshöhe:

bis 400 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Mini-Kiwi — auch Kiwibeere oder Traubenkiwi genannt — ist das vielleicht spannendste Obstgehölz das du in deinen Garten holen kannst. Ihre kleinen Früchte schmecken wie echte Kiwis, können aber ungeschält direkt vom Strauch gegessen werden und haben sogar mehr Vitamin C als die große Supermarkt-Kiwi. Als Kletterpflanze rankt sie elegant an Pergolen und Zäunen empor, zeigt im Herbst goldgelbes Laub und ist dabei vollständig winterhart. Die selbstfruchtende Sorte ‚Issai‘ trägt schon ab dem zweiten bis dritten Jahr zuverlässig Früchte.

Standort & Licht

Die Kiwi-Pflanze liebt Sonne — ein vollsonniger, warmer und windgeschützter Platz ist ideal. Je mehr Sonne sie bekommt desto süßer und zahlreicher die Früchte. An Süd- oder Südwestwänden gedeiht sie am besten da die gespeicherte Wärme die Fruchtreife fördert. Der Boden sollte humusreich, nährstoffreich, durchlässig und kalkfrei sein — Kiwis vertragen keinen Kalk außer die robuste Sorte ‚Issai‘. Eine stabile Rankhilfe wie ein Spalier oder Pergola ist Pflicht. Pflanzabstand zu anderen Kiwis mindestens 1 bis 1,5 Meter.

Gießen & Wasserbedarf

Die Kiwi-Pflanze braucht gleichmäßige Feuchtigkeit — die Erde sollte nie völlig austrocknen aber auch nicht dauerhaft nass sein. Besonders in heißen Sommern regelmäßig gießen damit die Früchte sich gut entwickeln können — Wassermangel führt zu kleinen, wenig aromatischen Früchten. Immer bodennah gießen — nasse Blätter begünstigen Pilzkrankheiten. Im Kübel täglich kontrollieren und bei Bedarf gründlich wässern. Eine Mulchschicht rund um den Wurzelbereich hält die Feuchtigkeit besser.

Düngen

Ab dem zweiten Standjahr im Frühjahr und im Juni mit einem organischen Gartendünger versorgen. Alle vier Wochen zusätzlich etwas Eisendünger in halber Dosierung ins Gießwasser geben — Eisenmangel ist ein häufiges Problem bei Kiwis. Von April bis August monatlich düngen um Blütenbildung und Fruchtertrag zu fördern. Im ersten Jahr nach dem Pflanzen nicht düngen. Kalkhaltige Dünger unbedingt vermeiden da die Kiwi kalkempfindlich ist.

Temperatur & Überwinterung

Die Mini-Kiwi Sorte ‚Issai‘ ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -25 °C problemlos im Garten. Jungpflanzen im ersten Winter mit Reisig oder Vlies schützen bis sie gut eingewurzelt sind. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen. Wichtig: Die Kiwi treibt sehr früh im Frühjahr aus — Spätfröste können die frischen Triebe schädigen. An frostgefährdeten Tagen frische Triebe mit einem Vlies schützen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen sobald die Wurzeln den Topf ausfüllen. Ein großer Kübel von mindestens 30 bis 40 Litern ist nötig — die Sorte ‚Issai‘ bleibt mit etwa 2 Metern kompakt genug für den Kübel. Kalkfreie, humusreiche und nährstoffreiche Blumenerde ist ideal — normale Blumenerde mit etwas Kompost gemischt funktioniert gut. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Direkt beim Pflanzen eine stabile Rankhilfe am Kübel befestigen.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Sommer — etwa 15 cm lange, nicht verholzte Triebe abschneiden, untere Blätter entfernen und in Anzuchterde stecken. Kühl und hell bewurzeln lassen bis sich Wurzeln gebildet haben. Alternativ durch Absenker im Frühjahr. Wichtig bei anderen Sorten als ‚Issai‘: Man braucht sowohl eine männliche als auch eine weibliche Pflanze für die Fruchtbildung — eine männliche Pflanze kann bis zu acht weibliche bestäuben.

Krankheiten & Schädlinge

Die Kiwi-Pflanze ist relativ robust aber nicht unempfindlich. Blattläuse und Spinnmilben können auftreten — regelmäßiges Abbrausen der Blätter mit Wasser beugt dem vor. Chlorose mit gelblichen Blättern ist ein Zeichen für Eisenmangel oder zu kalkhaltigen Boden — Eisendünger und kalkfreies Regenwasser helfen sofort. Wurzelfäule entsteht durch Staunässe — gute Drainage ist die beste Vorbeugung. Braune trockene Blätter deuten auf Wassermangel hin — sofort gießen.

Häufige Fragen

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