Herbst-Aster mit lila Blüten im Gartenbeet, warme Herbststimmung
Balkon & Terrasse · Garten

Herbst-Aster

Symphyotrichum (ehem. Aster)
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

20-150 cm (sortenabhängig)

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Herbst-Aster ist eine der verlässlichsten Stauden für den Garten – wenn im September fast alles verblüht, fängt sie erst richtig an. Ihre sternförmigen Blüten in Lila, Rosa, Weiß und Violett erscheinen von August bis tief in den Oktober hinein und verwandeln Beete und Kübel in ein spätherbstliches Blütenmeer. Sie ist winterhart, kommt jedes Jahr wieder und macht dabei kaum Arbeit. Dazu ist sie eine echte Bienenweide: Wenn die meisten anderen Blütenpflanzen schon Pause machen, holen sich Bienen und Schmetterlinge hier noch einmal wertvolle Nahrung vor dem Winter.

Standort & Licht

Die Herbst-Aster liebt die Sonne und gibt an einem vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Licht am besten. Im Halbschatten blüht sie schwächer und wird anfälliger für Mehltau. Wichtig ist außerdem eine gute Luftzirkulation – zu enge Pflanzabstände fördern Pilzkrankheiten. Ein windgeschützter Platz, zum Beispiel nah an einer Hauswand, verlängert die Blütezeit bis in den Oktober und schützt hochwachsende Sorten vor dem Knicken im Herbststurm.

Gießen & Wasserbedarf

Im Sommer und während der Blüte braucht die Herbst-Aster regelmäßig Wasser, besonders bei Trockenheit. Am besten gießt du alle paar Tage kräftig direkt an die Wurzeln statt täglich ein bisschen von oben – feuchtes Laub fördert Mehltau. Der Boden sollte frisch-feucht sein, darf aber nicht dauerhaft nass stehen. Zwischen den Wassergaben darf die Erde an der Oberfläche kurz antrocknen.

Düngen

Einmal im Frühjahr reicht meist aus: Ein Kompost-Mulch rund um die Pflanze oder eine Portion Blühpflanzendünger zum Start der Wachstumsphase versorgt die Herbst-Aster gut durch die Saison. Im Kübel kannst du alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger nachlegen, da Nährstoffe dort schneller ausgewaschen werden. Zu viel Stickstoff meiden – das macht die Pflanze weich und anfällig für Mehltau.

Temperatur & Überwinterung

Die Herbst-Aster ist zuverlässig winterhart und kommt in deutschen Gärten ohne Winterschutz durch die kalte Jahreszeit. Im ersten Pflanzjahr, besonders bei einer späten Pflanzung im Spätsommer, schützt eine Laubschicht oder etwas Reisig die noch jungen Wurzeln. Hochwachsende Sorten schneidest du nach der Blüte auf etwa ein Drittel zurück, niedrige Kissen-Astern kannst du bis zum Frühjahr stehen lassen und dann bodennah zurückschneiden. Im Frühjahr treiben sie zuverlässig wieder aus.

Umtopfen & Substrat

Die Herbst-Aster mag nährstoffreiche, durchlässige Erde – normale Gartenerde oder gute Kübelpflanzenerde mit etwas Kompost funktioniert prima. Im Kübel am besten jährlich in frisches Substrat umtopfen oder zumindest die oberste Schicht austauschen. Im Beet solltest du die Staude alle zwei bis drei Jahre teilen und umpflanzen, damit sie blühfreudig bleibt und nicht in der Mitte verkahlt. Staunässe verträgt sie nicht – eine Drainageschicht im Kübel ist Pflicht.

Vermehrung

Die einfachste Methode ist die Wurzelteilung im frühen Frühjahr oder direkt nach der Blüte im Herbst. Dazu die Staude ausgraben, den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten teilen – jedes Teilstück braucht mehrere kräftige Triebe. Beide Teile einfach wieder einpflanzen und gut angießen. Diese Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und steigert die Blühkraft spürbar. Stecklinge aus Triebspitzen im Frühsommer sind ebenfalls möglich und bewurzeln bei gleichmäßiger Feuchtigkeit innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Krankheiten & Schädlinge

Das häufigste Problem ist echter Mehltau: Ein weißer, mehliger Belag auf den Blättern zeigt sich vor allem bei zu engem Stand, feuchtem Laub und wenig Luftzirkulation. Gute Vorbeugung ist ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, morgendliches Gießen nur am Boden und ein stickstoffarmer Dünger. Blattläuse an jungen Trieben lassen sich gut mit einem Wasserstrahl oder Seifenlauge entfernen. Seltener, aber gefährlicher ist die Asternwelke: Ein Pilz befällt das Wurzelwerk und die Pflanze hängt trotz Gießens schlapp. Befallene Pflanzen vollständig entfernen und die Stelle fünf bis sieben Jahre nicht wieder mit Astern bepflanzen.

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