Herbst-Anemone mit zarten rosa Blüten auf langen Stielen im herbstlichen Gartenbeet
Garten · Kübelpflanzen

Herbst-Anemone

Anemone hupehensis
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 120 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Herbst-Anemone ist eine der elegantesten Spätblüherinnen die es gibt — während andere Stauden bereits verblüht sind öffnet sie von August bis Oktober ihre zarten Blüten in Weiß, Rosa oder Karminrot und bringt damit nochmal echtes Gartenfeeling in die Herbstzeit. Auf einem einzigen Stiel können bis zu 15 Blüten sitzen — das ist kaum zu übertreffen. Am richtigen Standort gepflanzt lebt sie über 30 Jahre und wird dabei mit jedem Jahr üppiger. Bienen und Schmetterlinge lieben sie — gerade dann wenn das Nahrungsangebot im Garten knapper wird.

Standort & Licht

Die Herbst-Anemone bevorzugt einen halbschattigen, windgeschützten Standort — Morgen- oder Abendsonne ist ideal, pralle Mittagssonne verträgt sie nur wenn der Boden ausreichend feucht ist. Da ihre langen Stiele bei Wind abknicken können ist ein windgeschützter Platz wichtig — alternativ eine Staudenstütze verwenden. Der Boden sollte humusreich, leicht lehmig, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein. Auf leichten Sandböden leidet sie schnell — dort Kompost einarbeiten. Im Kübel auf dem Balkon macht sie eine ebenso gute Figur wie im Gartenbeet.

Gießen & Wasserbedarf

Das A und O bei der Herbst-Anemone ist regelmäßiges Gießen — der Boden darf nie vollständig austrocknen. Besonders an sonnigeren Standorten und während der Blüte im Herbst braucht sie ausreichend Wasser. Immer bodennah gießen und die Erde gleichmäßig feucht halten. Im Kübel täglich kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet. Nach dem Pflanzen eine Mulchschicht aus Kompost oder Laub auftragen — das hält die Feuchtigkeit und schützt die Wurzeln. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und muss unbedingt vermieden werden.

Düngen

Von April bis August einmal monatlich einen organischen Flüssigdünger oder Staudendünger geben — das unterstützt die Blütenbildung im Herbst. Im Gartenbeet reicht zusätzlich einmal im Frühjahr etwas Kompost eingearbeitet völlig aus. Verblühte Blüten zeitnah entfernen regt die Bildung neuer Blüten an und verlängert die Blütezeit spürbar. Ab September das Düngen einstellen damit die Pflanze sich auf den Winter vorbereiten kann.

Temperatur & Überwinterung

Die Herbst-Anemone ist winterhart und übersteht Temperaturen bis etwa -15 °C im Garten. Im Herbst nach dem ersten Frost die Triebe bodennah zurückschneiden — eine dünne Schicht Kompost über den Wurzeln bietet ausreichenden Winterschutz. Im Kübel den Topf an einen windgeschützten Platz stellen, mit Vlies umwickeln und auf eine Styropor-Unterlage stellen. Junge frisch gepflanzte Exemplare im ersten Winter mit einer Laubschicht schützen bis sie gut eingewurzelt sind.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr mit dem Austrieb. Nährstoffreiche, humusreiche und gut durchlässige Blumenerde mit etwas Hornspänen angereichert ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Im Garten Pflanzabstand von 45 bis 50 Zentimetern bei großen Sorten und 30 bis 35 Zentimetern bei kleineren Sorten einhalten. Im Laufe der Jahre breitet sie sich durch Rhizome aus — Gruppen von drei bis fünf Pflanzen zusammengepflanzt sehen besonders wirkungsvoll aus.

Vermehrung

Die Herbst-Anemone vermehrt sich durch Wurzelausläufer von selbst — diese vorsichtig ausgraben und an neuer Stelle einpflanzen. Wichtig: nie dicht an der Pflanze hacken da die Ausläufer sehr zart sind. Teilung im Frühjahr mit dem Austrieb ist die zuverlässigste Methode — den Horst ausgraben und mit einem Spaten teilen. Frisch geteilte Pflanzen gut angießen und feucht halten. Im ersten Jahr nach der Teilung fällt die Blüte meist schwächer aus — danach kommt sie umso kräftiger zurück.

Krankheiten & Schädlinge

Die Herbst-Anemone ist erfreulich robust und kaum anfällig für Krankheiten. Blattläuse können gelegentlich auftreten — als Folge kann Rußtau entstehen der sich als schwarzer Belag auf den Blättern zeigt. Befallene Blätter bodennah entfernen und entsorgen. Anemonen-Rost zeigt sich durch verfärbte und vertrocknet aussehende Blätter — ebenfalls sofort entfernen. Staunässe führt zu Wurzelfäule — gute Drainage und gleichmäßiges Gießen sind die wichtigste Vorbeugung. Ansonsten ist sie eine der pflegeleichtesten Herbststauden die es gibt.

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