Geißblatt mit purpurrosa und gelben Blüten an Holzspalier in sonnigem Garten
Garten · Hauseingang · Kübelpflanzen

Geißblatt

Lonicera × heckrottii
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 500 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Das Geißblatt — auch liebevoll Jelängerjelieber genannt — ist eine der duftendsten Kletterpflanzen die es gibt. Seine Blüten in Purpurrosa außen und leuchtendem Gelb innen verströmen besonders in den Abendstunden einen intensiven, vanilleartigen Duft der den ganzen Garten erfüllt. Von Juni bis Oktober rankt es sich an Pergolen, Zäunen und Rankgittern empor und ist dabei ein Magnet für Bienen, Schmetterlinge und Nachtfalter. Es wächst schnell, ist winterhart und pflegeleicht — ein echter Allrounder für den Garten.

Standort & Licht

Geißblatt bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort — an einer Ost- oder Westwand fühlt es sich besonders wohl. Volle Sonne ist möglich aber dann braucht es mehr Wasser und verkaht unten schneller. Der Boden sollte tiefgründig, humusreich, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein — Staunässe vermeiden. Eine stabile Rankhilfe wie ein Spalier, Rankgitter oder Netz ist nötig da das Geißblatt schlingt und sich festhalten muss. Mindestens 50 bis 80 cm Abstand zu anderen Pflanzen einhalten.

Gießen & Wasserbedarf

Im Gartenbeet gut eingewurzeltes Geißblatt kommt meist ganz ohne zusätzliches Gießen aus — nur bei längeren Trockenperioden ein- bis zweimal wöchentlich mit 5 bis 10 Litern gründlich wässern. Die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen lassen — Staunässe verträgt es nicht. Im Kübel regelmäßiger gießen da die Erde dort schneller austrocknet. Auch im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich kontrollieren und bei Bedarf sparsam gießen. Eine Mulchschicht rund um die Basis hält die Feuchtigkeit besser.

Düngen

Geißblatt braucht wenig Dünger — einmal im Frühjahr einen organischen Langzeitdünger oder Kompost rund um die Pflanze einarbeiten reicht für die gesamte Saison. Im Sommer bei Bedarf eine weitere kleine Gabe geben. Im Kübel von März bis September monatlich einen Flüssigdünger für Kletterpflanzen geben. Ab September komplett pausieren damit die Triebe gut ausreifen. Stickstoffreiche Dünger vermeiden — das fördert Blattwachstum auf Kosten der Blüten.

Temperatur & Überwinterung

Die meisten Geißblatt-Arten sind gut winterhart und brauchen keinen speziellen Winterschutz. Frisch gepflanzte Exemplare im ersten Winter mit einer Laubschicht schützen bis sie gut eingewurzelt sind. Das immergrüne Geißblatt (Lonicera henryi) behält seine Blätter auch im Winter — an sehr sonnigen Standorten empfiehlt sich ein schattierendes Vlies um Austrocknung zu vermeiden. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Humusreiche, nährstoffreiche und gut durchlässige Blumenerde ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Topf muss ausreichend groß sein — mindestens 30 bis 40 Liter Volumen damit die Wurzeln genug Platz haben. Eine stabile Kletterhilfe direkt am Kübel befestigen. Alle paar Jahre im Frühjahr einen Verjüngungsschnitt machen und etwa ein Drittel der alten Hauptäste bodennah entfernen — das verhindert Verkahlung unten und fördert buschiges Wachstum.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Sommer — etwa 15 cm lange Triebe abschneiden, untere Blätter entfernen und in Anzuchterde stecken. An einem hellen, kühlen Platz bewurzeln lassen bis sich Wurzeln gebildet haben. Absenker funktionieren ebenfalls gut — einen langen Trieb im Frühjahr mit Erde bedecken bis er Wurzeln bildet und dann abtrennen. Beim Arbeiten Handschuhe tragen — die Beeren des Geißblatts sind giftig und sollten nicht in Kontakt mit Schleimhäuten kommen.

Krankheiten & Schädlinge

Geißblatt ist erfreulich robust und wird kaum ernsthaft krank. Blattläuse können im Frühjahr an Triebspitzen auftreten — optisch störend aber für die Pflanze meist kein echtes Problem. Bei zu dichtem Laub oder schattigen Standorten kann Mehltau auftreten — ein luftiger Platz und gelegentlicher Auslichtungsschnitt beugen dem vor. Verkahlung der unteren Bereiche ist häufig — ein kräftiger Rückschnitt ins alte Holz hilft. Wichtig: Die Beeren des Geißblatts sind für Menschen und Tiere giftig — außer Reichweite von Kindern stellen.

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