Flieder mit lila Blütenrispen in sonnigem Gartenbeet vor warmem Natursteinhintergrund
Garten · Hauseingang

Flieder

Syringa vulgaris
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 400 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.

Über die Pflanze

Flieder ist der Inbegriff des deutschen Frühlings — kaum ein anderer Strauch verbreitet so einen betörenden Duft wie er im Mai wenn seine lilafarbenen, weißen oder rosafarbenen Rispen aufgehen. Er ist vollständig winterhart, wird mit jedem Jahr imposanter und braucht dabei kaum Pflege. Als Solitär im Garten, als blühende Hecke oder am Hauseingang — der Flieder macht immer eine außergewöhnliche Figur und ist dazu noch ein wertvoller Insektenmagnet für Bienen und Schmetterlinge.

Standort & Licht

Flieder liebt die Sonne — mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht täglich sind ideal damit er üppig blüht. Im Halbschatten bildet er zwar Blätter aber deutlich weniger Blüten. Der Boden sollte nährstoffreich, kalkhaltig, humos und gut durchlässig sein — Staunässe verträgt er nicht. Nach dem Anwachsen ist er erstaunlich trockenheitsverträglich. Er wächst als vielstämmiger Strauch und braucht ausreichend Platz — mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Pflanzen einplanen.

Gießen & Wasserbedarf

Frisch gepflanzter Flieder braucht in den ersten zwei bis drei Jahren regelmäßig Wasser damit er gut anwächst — danach versorgt er sich in normalen Sommern fast von selbst. Nur bei sehr langen Trockenperioden gießen — lieber einmal gründlich als mehrmals oberflächlich. Staunässe ist sein größter Feind und muss unbedingt vermieden werden. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und gießen wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist.

Düngen

Im Gartenbeet braucht Flieder kaum Dünger — einmal im Frühjahr beim Austrieb etwas Kompost rund um den Strauch einarbeiten reicht völlig aus. Auf sehr sandigen Böden kann ein organischer Langzeitdünger helfen. Im Kübel von April bis Juli alle vier bis sechs Wochen einen ausgewogenen Flüssigdünger geben. Stickstoffreiche Dünger vermeiden — zu viel Stickstoff fördert Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Ab August komplett pausieren.

Temperatur & Überwinterung

Flieder ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -30 °C im Garten problemlos ohne jeglichen Schutz — da muss man sich überhaupt keine Gedanken machen. Im Kübel ist er etwas empfindlicher — den Topf an einen windgeschützten Platz stellen und mit Vlies umwickeln. Der wichtigste Pflegehinweis für üppige Blüte: Verblühte Rispen direkt nach der Blüte im Mai oder Juni zurückschneiden — aber niemals ins alte Holz. Wer zu spät schneidet riskiert die Blütenknospen des nächsten Jahres.

Umtopfen & Substrat

Im Garten braucht Flieder fast nie umgepflanzt zu werden — er bleibt am liebsten jahrzehntelang am gleichen Platz und wird dabei immer schöner. Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Nährstoffreiche, gut durchlässige Blumenerde mit etwas Kalk ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Für den Kübel eignen sich besonders kompakte Zwergsorten wie Syringa meyeri die kleiner bleiben und mehrere Jahre gut im Topf kultiviert werden können.

Vermehrung

Am einfachsten durch Ausläufer — viele Fliederarten bilden Wurzelausläufer die im Frühjahr oder Spätherbst abgetrennt und an neuer Stelle eingepflanzt werden können. Stecklinge von nicht verholzten Trieben im Sommer schneiden, untere Blätter entfernen und in Anzuchterde stecken. Absenker funktionieren ebenfalls gut — einen langen Trieb im Frühjahr mit Erde bedecken bis er Wurzeln bildet und dann abtrennen. Verblühte Rispen immer sofort entfernen damit keine Energie in die Samenbildung fließt.

Krankheiten & Schädlinge

Flieder ist erfreulich robust und es gibt keine typische Fliederkrankheit. Mehltau kann bei zu feuchten und schattigen Standorten auftreten — der richtige sonnige Platz ist die beste Vorbeugung. Fliederblattminiermotten können kleine Gänge in den Blättern hinterlassen — optisch störend aber nicht ernsthaft schädlich. Staunässe führt zu Wurzelfäule und ist der häufigste Grund wenn Flieder eingeht. Wurzelschösslinge regelmäßig entfernen damit der Strauch formschön bleibt.

Häufige Fragen

Du möchtest diese Pflanze bei dir zuhause haben? 

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.