Fingerhut mit lila-rosa Blütenkerzen an Gehölzrand im halbschattigen Naturgarten
Garten

Fingerhut

Digitalis purpurea
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 200 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.

Über die Pflanze

Der Fingerhut ist eine der dramatischsten und eindrucksvollsten Gartenstauden — seine aufrechten, bis zu zwei Meter hohen Blütenkerzen mit den charakteristischen trichterförmigen Blüten in Weiß, Rosa, Rot oder Gelb mit gefleckter Unterlippe sind ein echter Eyecatcher im Beet. Von Juni bis August blüht er üppig und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen. Als zweijährige Staude bildet er im ersten Jahr nur eine Blattrosette — dafür entschädigt er im zweiten Jahr mit einer Blütenpracht die kaum zu übertreffen ist. Und dann sät er sich fast von selbst aus.

Standort & Licht

Der Fingerhut bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Standort — unter lichten Bäumen, am Gehölzrand oder in halbschattigen Beetbereichen fühlt er sich am wohlsten. An vollsonnigen Plätzen wächst er zwar aber braucht dann mehr Wasser. Der Boden sollte humusreich, kalkarm, durchlässig und tiefgründig sein damit sich die langen Pfahlwurzeln gut entwickeln können. Schwere Böden mit Humus und kleinen Steinen auflockern. Im Beet am besten im Hintergrund oder in der Mitte pflanzen da er durch seine Höhe andere Pflanzen überschatten kann.

Gießen & Wasserbedarf

Der Fingerhut liebt gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit — selbst kurze Trockenphasen hemmen sein Wachstum und die Blütenentwicklung. Von April bis September regelmäßig mit kalkfreiem Wasser gießen und die Erde täglich auf Feuchtigkeit prüfen. Immer bodennah gießen und nie über Blüten oder Blätter. Staunässe ist jedoch genauso schädlich wie Trockenheit — gute Drainage ist Pflicht. Im Winter von Oktober bis März nicht gießen und nicht düngen.

Düngen

Zweimal im Jahr mit Kompost oder Hornspänen düngen — einmal im Frühjahr und einmal im Sommer reicht völlig aus. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte regt die Pflanze häufig zu einem zweiten Blütenflor im Folgejahr an. Im Herbst alles bis zum Boden zurückschneiden. Im Frühjahr eine großzügige Gabe Kompost oder Volldünger einarbeiten. Mineralische Dünger sparsam einsetzen — zu viel Stickstoff macht die Triebe weich und anfällig.

Temperatur & Überwinterung

Der Fingerhut ist winterhart und übersteht deutsche Winter im Garten problemlos ohne Schutz. Staunässe im Winter ist gefährlicher als Frost — gut durchlässiger Boden ist die wichtigste Vorbeugung. Im Herbst die Triebe bodennah zurückschneiden. Im Kübel den Topf mit Sackleinen oder Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen damit das Substrat nicht vollständig durchfriert. Da der Fingerhut sich durch Selbstaussaat im Garten vermehrt lohnt es sich einige Samenstände stehen zu lassen.

Umtopfen & Substrat

Der Fingerhut ist eine klassische Gartenpflanze und kommt im Beet am besten zur Geltung — im Kübel ist er wegen seiner Höhe und seines tiefen Wurzelsystems anspruchsvoller. Im Garten Pflanzabstand von mindestens 40 Zentimetern einhalten. Den Boden vor dem Pflanzen gut mit Humus anreichern und tief auflockern damit sich die Pfahlwurzeln ungehindert entwickeln können. Im Kübel humusreiche, kalkarme und durchlässige Erde verwenden und alle zwei Jahre erneuern.

Vermehrung

Der Fingerhut vermehrt sich durch Selbstaussaat fast von selbst — einige Samenstände nach der Blüte stehen lassen damit sich die Samen verteilen können. Aussaat ab Juni direkt ins Freiland — die Samen sind Lichtkeimer also nicht mit Erde bedecken. Die Jungpflanzen ab September an ihren endgültigen Platz setzen. Im ersten Jahr bildet sich nur eine Blattrosette — die Blüte kommt erst im zweiten Jahr. Beim Arbeiten mit dem Fingerhut immer Handschuhe tragen da alle Pflanzenteile stark giftig sind.

Krankheiten & Schädlinge

Der Fingerhut ist erfreulich robust und wird kaum von Schädlingen befallen. Mehltau kann bei zu engem Stand oder mangelnder Luftzirkulation auftreten — ausreichend Pflanzabstand und ein luftiger Standort beugen dem vor. Staunässe führt zu Wurzelfäule und ist sein häufigster Schwachpunkt — gute Drainage ist Pflicht. Wichtig: Alle Teile des Fingerhuts sind hochgiftig — bereits zwei Blätter können lebensbedrohlich sein. Nie in der Nähe von Kindern oder Haustieren pflanzen und beim Schneiden immer Handschuhe tragen.

Du möchtest diese Pflanze bei dir zuhause haben? 

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.