Fetthenne mit rosa Blütendolden und fleischigen Blättern im sonnigen Staudenbeet
Garten · Kübelpflanzen

Fetthenne

Sedum telephium
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 70 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Fetthenne — auch Fette Henne oder Pracht-Fetthenne genannt — ist eine der genügsamsten und gleichzeitig schönsten Herbststauden die es gibt. Von August bis Oktober blüht sie in großen flachen Dolden in Rosa bis Rostrot und ist dabei ein wahres Festmahl für Bienen und Schmetterlinge wenn das Nahrungsangebot im Garten langsam kleiner wird. Ihre fleischigen Blätter speichern Wasser und machen sie zur idealen Pflanze für trockene, sonnige Plätze. Und das Beste: Auch verblüht macht sie noch etwas her — im Winter bildet sich eine zauberhafte Schneedecke auf den Dolden.

Standort & Licht

Die Fetthenne liebt die Sonne — ein vollsonniger, warmer und trockener Platz ist ideal. Je mehr Sonne sie bekommt, desto kompakter und standfester wächst sie und desto reicher blüht sie. Im Halbschatten wächst sie zwar aber wird lockerer im Wuchs und blüht weniger. Der Boden sollte durchlässig und eher mager sein — auf zu nährstoffreichen Böden wächst sie üppig aber wird schlaff und fällt auseinander. Staunässe ist ihr einziger echter Feind.

Gießen & Wasserbedarf

Die Fetthenne speichert Wasser in ihren dicken Blättern und Stängeln — das macht sie außergewöhnlich trockenheitstolerant. Im Gartenbeet reicht es zu gießen wenn es wirklich länger als einen Monat nicht geregnet hat. Frisch gepflanzte Exemplare in den ersten Wochen gleichmäßig feucht halten bis sie angewurzelt sind — danach versorgt sie sich fast selbst. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und gründlich gießen wenn die Erde trocken ist — dabei immer gut durchdringen lassen bis Wasser unten herausläuft. Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule.

Düngen

Die Fetthenne ist ein echter Schwachzehrer und reagiert sogar empfindlich auf zu viel Dünger — zu viele Nährstoffe machen die Stiele weich und die Pflanze fällt auseinander. Im Gartenbeet reicht einmal im Frühjahr eine kleine Gabe Kompost oder Hornspäne völlig aus. Im Kübel von April bis Juli alle vier bis acht Wochen einen Flüssigdünger in sehr geringer Dosierung geben. Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen gar nicht düngen. Ab August komplett pausieren.

Temperatur & Überwinterung

Die Fetthenne ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -20 °C problemlos ohne Schutz. Die Blütenstände im Herbst stehen lassen — sie sehen auch im Winter noch dekorativ aus, schützen die Wurzeln und bieten Vögeln Nahrung. Erst im Frühjahr auf ein bis zwei Drittel zurückschneiden. Verholzte Pflanzenteile dicht über dem Boden abschneiden um die Staude zu verjüngen. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und nicht gießen im Winter.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Magere, durchlässige Erde ist ideal — Kakteenerde oder Blumenerde mit viel Sand gemischt funktioniert gut. Normale nährstoffreiche Blumenerde ist zu reichhaltig — sie macht die Pflanze schlaff. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Topf muss nicht riesig sein — die Fetthenne blüht besser wenn der Topf nicht zu groß ist. Das Substrat gelegentlich mit einem Bodenaktivator aufbereiten.

Vermehrung

Die Fetthenne ist kaum einfacher zu vermehren — einfach im Frühjahr ein Stück des Bodendeckers abschneiden und an anderer Stelle einsetzen. Bei der hohen Fetthenne Stecklinge im Sommer von nicht blühenden Trieben schneiden, untere Blätter entfernen und in sandige Erde stecken. Alternativ durch Teilung im Frühjahr — den Horst ausgraben und teilen. Die Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und sie blüht danach wieder kräftiger.

Krankheiten & Schädlinge

Die Fetthenne ist bemerkenswert robust und wird kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Staunässe ist das einzige ernsthafte Problem — sie führt zu Wurzelfäule und Stängelbasisfäule. Zu reicher Boden oder zu viel Dünger macht die Stiele weich und die Pflanze kippt auseinander — magere Erde ist die beste Vorbeugung. Gelegentlich können Blattläuse auftreten — mit Wasserstrahl abspritzen reicht völlig. Ansonsten: einfach wachsen lassen und genießen.

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