Balkon & Terrasse · Garten

Erdbeere

Fragaria × ananassa
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 30 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Selbst angebaute Erdbeeren schmecken einfach besser — das ist kein Geheimnis. Frisch von der Pflanze gepflückt entwickeln sie ein Aroma das die Supermarkt-Erdbeere nie erreicht. Das Schöne: Du brauchst dafür keinen Garten. Im Kübel auf dem Balkon, im Balkonkasten oder in der Hängeampel gedeihen Erdbeeren genauso prächtig wie im Beet — und ab Ende Mai belohnst du dich mit der ersten Ernte. Je nach Sorte trägst du einmalig oder sogar den ganzen Sommer über.

Standort & Licht

Erdbeeren brauchen mindestens fünf Stunden Sonne täglich damit sie süße, aromatische Früchte entwickeln. Ein vollsonniger Platz an der Süd- oder Westseite ist ideal — je mehr Sonne desto intensiver das Aroma. Im Halbschatten wachsen sie zwar aber die Früchte werden saurer und kleiner. Erdbeeren sind Flachwurzler deren Wurzeln sich hauptsächlich in den obersten 15 Zentimetern des Bodens ausbreiten — deshalb können sie auch in flachen Balkonkästen angebaut werden. Der Boden sollte nährstoffreich, humos, locker und gleichmäßig feucht sein.

Gießen & Wasserbedarf

Erdbeeren mögen gleichmäßige Feuchtigkeit — die Erde sollte nie völlig austrocknen aber auch keine Staunässe entstehen. Immer morgens gießen und das Wasser seitlich direkt auf die Erde — nie über Blätter oder Früchte da sonst Pilzsporen begünstigt werden. Im Kübel alle vier Tage einen Fingertest machen und bei Bedarf gründlich wässern — an heißen Tagen häufiger kontrollieren. Im Garten reicht einmal wöchentlich gießen wenn es nicht regnet. Eine Strohschicht rund um die Pflanzen hält die Feuchtigkeit und schützt die Früchte vor Feuchtigkeit und Schimmel.

Düngen

Erdbeeren verbrauchen viel Energie für ihre Früchte und sind deshalb hungrig. Von April bis August alle ein bis zwei Wochen einen Flüssigdünger speziell für Erdbeeren oder Beerenobst ins Gießwasser geben. Im Gartenbeet einmal im Frühjahr vor dem Austrieb Kompost einarbeiten. Nach der Ernte im Juli die Pflanzen auf 10 Zentimeter zurückschneiden und danach noch einmal düngen damit sie Kraft für das nächste Jahr sammeln. Ab September komplett pausieren.

Temperatur & Überwinterung

Erdbeeren sind gut winterhart und überstehen deutsche Winter im Garten ohne Schutz. Im Kübel oder Balkonkasten den Kübel mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen — die Wurzeln in zu kleinen Töpfen können bei starkem Frost durchfrieren. Im Winter kaum gießen und nicht düngen. Im Frühjahr alte Blätter und Ausläufer entfernen damit die Pflanze frisch austreibt. Nach drei bis vier Jahren verlieren Erdbeerpflanzen an Blühkraft — dann durch neue Jungpflanzen ersetzen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel jährlich im Frühjahr frische Erde zugeben oder alle zwei Jahre komplett umtopfen. Ein Topfdurchmesser von mindestens 30 Zentimetern ist ideal damit die Wurzeln ausreichend Platz haben. Hochwertige, torffreie Beerenobsterde oder Pflanzerde mit guter Wasserspeicherfähigkeit ist ideal. Beim Pflanzen das Herzstück der Erdbeere genau bodeneben halten — wird es zu tief eingegraben verrottet es, liegt es zu hoch aus der Erde trocknet es aus. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe.

Vermehrung

Die einfachste Methode überhaupt: Erdbeeren bilden Ausläufer — lange Triebe mit kleinen Jungpflanzen am Ende. Diese Kindel einfach in einen kleinen Topf mit Erde drücken und festpinnen bis sie Wurzeln gebildet haben, dann vom Mutterstock trennen. Im Sommer nach der Ernte funktioniert das am besten. Remontierenden Sorten bilden weniger Ausläufer — diese besser durch Teilung vermehren. Walderdbeeren lassen sich gut durch Aussaat vermehren.

Krankheiten & Schädlinge

Grauschimmel ist die häufigste Krankheit — erkennbar an grauen Pilzsporen auf den Früchten. Ursache ist fast immer Nässe auf den Früchten und schlechte Luftzirkulation — immer bodennah gießen und Früchte trocken halten. Erdbeermilben und Läuse können auftreten — mit Neemöl behandeln. Schnecken fressen gerne an reifen Früchten — eine Strohschicht oder Kupferband rund um den Kübel helfen. Vergilbte Blätter deuten auf Eisenmangel hin — Eisendünger in halber Dosierung hilft sofort.

Häufige Fragen

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