Eibe als dunkelgrüne gepflegte Hecke in einem naturnahen Garten
Garten · Hauseingang · Kübelpflanzen

Eibe

Taxus baccata
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 500 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Die Eibe ist eine der langlebigsten und vielseitigsten Gartenpflanzen die es gibt — einzelne Exemplare werden mehrere hundert Jahre alt. Mit ihren dunkelgrünen, weichen Nadeln und den leuchtend roten Beeren im Herbst ist sie ein echter Hingucker das ganze Jahr über. Als blickdichte Hecke, elegante Formschnittfigur, Kübelpflanze am Hauseingang oder Solitär im Garten — die Eibe kann fast alles. Und das Beste: Sie ist extrem anpassungsfähig und gedeiht selbst im tiefen Schatten noch gut.

Standort & Licht

Die Eibe ist eine der anpassungsfähigsten Gehölze überhaupt — sie wächst von vollsonnig bis tiefschattig und ist damit einzigartig unter den Nadelgehölzen. Halbschatten ist ideal für ein gleichmäßiges Wachstum ohne zu viel Gießaufwand. Volle Sonne ist möglich aber dann braucht sie mehr Wasser. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und leicht kalkhaltig sein — auf schweren, lehmigen Böden mit Sand auflockern. Staunässe verträgt sie überhaupt nicht.

Gießen & Wasserbedarf

Frisch gepflanzte Eiben in den ersten zwei bis drei Jahren regelmäßig gießen bis sie gut eingewurzelt sind. Danach versorgt sie sich im Gartenbeet weitgehend selbst — nur bei längerer Trockenheit oder sehr warmem Wetter gelegentlich wässern. An warmen Tagen abends gießen damit die Nadeln nicht verbrennen. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet. Auch im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich gießen damit die Nadeln nicht austrocknen — das ist besonders wichtig bei Sonne und Wind.

Düngen

Die Eibe braucht wenig Dünger — zweimal im Jahr reicht völlig aus. Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb mit organischem Koniferendünger, Kompost oder Hornspänen düngen. Eine zweite Düngergabe Anfang Sommer unterstützt das Wachstum. Nicht nach August düngen — Spätdüngung fördert weiche Neutriebe die Frost nicht überstehen. Im Kübel von April bis September alle vier bis sechs Wochen einen Flüssigdünger für Koniferen geben.

Temperatur & Überwinterung

Die Eibe ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -20 °C problemlos. Im Kübel den Topf auf eine Styropor-Unterlage stellen damit die Bodenkälte nicht direkt in die Wurzeln zieht. Topf und Wurzelballen mit Vlies umwickeln. An sonnigen Wintertagen die Nadeln vor Austrocknung durch Wintersonne schützen — ein schattiger windgeschützter Winterplatz verhindert das. Im Winter gelegentlich an frostfreien Tagen gießen. Frisch gepflanzte Jungpflanzen im ersten Winter mit Reisig schützen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle vier bis fünf Jahre umtopfen wenn die Wurzeln aus dem Topf herausragen. Hochwertige Koniferenerde oder Kübelpflanzenerde mit etwas Tongranulat für bessere Drainage ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Topf muss ausreichend groß und tief sein damit die Wurzeln sich gut entwickeln können. Die Eibe verträgt Formschnitt ausgezeichnet — zwischen März und Juli in die gewünschte Form bringen. Zweimal jährlich schneiden reicht völlig.

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Stecklinge im Herbst — etwa 15 cm lange Triebe mit etwas Altholz abschneiden, untere Nadeln entfernen und in sandige Anzuchterde stecken. Kühl und hell überwintern bis sich Wurzeln bilden — das dauert einige Monate. Aussaat ist möglich aber aufwendig da Eibenbeeren Frostkeimer sind. Die Eibe sät sich im Garten durch Vögel die die Beeren fressen manchmal selbst aus. Beim Schneiden und Arbeiten mit der Eibe immer Handschuhe tragen.

Krankheiten & Schädlinge

Die Eibe ist erfreulich robust und wird selten ernsthaft krank. Napfschildläuse und Dickmaulrüssler können gelegentlich auftreten — bei Dickmaulrüsslerlarven helfen Nematoden im Gießwasser. Pilzkrankheiten entstehen fast immer durch Staunässe — durchlässige Erde ist die beste Vorbeugung. Winterstreusalz in der Nähe schadet der Eibe erheblich — deshalb an Gehwegnähe besser andere Pflanzen wählen. Wichtig: Alle Teile der Eibe außer dem roten Fruchtfleisch sind stark giftig — Handschuhe beim Schneiden und außer Reichweite von Kindern und Tieren.

Häufige Fragen

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