Chinaschilf mit silbrigen Blütenrispen und goldgelbem Herbstlaub im sonnigen Gartenbeet
Garten · Kübelpflanzen

Chinaschilf

Miscanthus sinensis
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 200 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.

Über die Pflanze

Chinaschilf ist das eleganteste Ziergras das du in deinen Garten holen kannst. Mit seinen hohen, archivarischen Halmen und den federleichten silbrig-rosafarbenen Blütenrispen die ab Juli erscheinen bringt es Bewegung, Leichtigkeit und eine fast meditative Atmosphäre in jeden Garten. Im Herbst färbt es sich golden, im Winter steht es mit bereiften Halmen wie ein Kunstwerk — und dann kommt der Frühling und alles beginnt von vorne. Einmal gepflanzt braucht es kaum Pflege und wird mit jedem Jahr imposanter.

Standort & Licht

Chinaschilf liebt die Sonne — mindestens drei Stunden direktes Sonnenlicht täglich sind nötig damit es blüht. Im Halbschatten wächst es zwar aber bildet kaum Blüten — und die sind sein größter Trumpf. Der Boden kann fast beliebig sein — humos, lehmig, sandig oder kiesig — Hauptsache er ist durchlässig und frisch bis mäßig feucht. Auf sehr trockenen Sandböden in den ersten Jahren gelegentlich gießen. Staunässe verträgt es nicht. Bei panaschierten Sorten mit Querstreifenmuster in der prallen Sonne auf ausreichend Wasser achten.

Gießen & Wasserbedarf

In den ersten drei Monaten nach dem Pflanzen regelmäßig gießen bis es gut angewurzelt ist. Danach kommt Chinaschilf auch mit kurzen Trockenperioden gut zurecht und versorgt sich im Gartenbeet weitgehend selbst. Nur bei längerer Hitze und Trockenheit gelegentlich gründlich wässern — immer seitlich in die Erde, nie über die Halme. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet — bei Hitze täglich gießen. Die Halme im Winter zusammenbinden schützt den Kern vor zu viel Nässe.

Düngen

Chinaschilf ist ein Schwachzehrer und braucht kaum Nährstoffe — einmal im Jahr reicht völlig aus. Im April beim Austrieb einen organischen Langzeitdünger oder Kompost in die Erde einarbeiten — das versorgt die Pflanze für die gesamte Saison. Im Kübel zusätzlich alle sechs Wochen einen Flüssigdünger für Grünpflanzen geben. Im Winter kein Dünger — die Pflanze liegt in der Ruhe. Überdüngung macht die Halme weich und schlaff.

Temperatur & Überwinterung

Chinaschilf ist vollständig winterhart und übersteht Temperaturen bis -20 °C im Garten problemlos. Die Halme im Herbst stehen lassen und zusammenbinden — sie schützen den Kern vor Kälte und Nässe und sehen mit Raureif wunderschön aus. Erst im späten Winter oder frühen Frühjahr nach dem letzten Frost auf 5 bis 10 cm über dem Boden zurückschneiden. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln — im Kübel ist die Pflanze etwas frostempfindlicher als ausgepflanzt.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel mindestens 30 Liter Volumen einplanen — je größer der Topf desto imposanter wird die Pflanze. Alle ein bis zwei Jahre umtopfen wenn die Wurzeln den Topf vollständig ausgefüllt haben. Nährstoffreiche, gut durchlässige Universalerde mit einer Drainageschicht aus Blähton am Topfboden ist ideal. Im Garten kann Chinaschilf sich durch Rhizome ausbreiten — wer das verhindern möchte eine Rhizomsperre mindestens 30 cm tief einsetzen. Alle drei bis vier Jahre teilen um die Pflanze zu verjüngen.

Vermehrung

Am einfachsten durch Teilung im Frühjahr — den Horst ausgraben und mit einem Spaten in mehrere Teile teilen. Jedes Teilstück braucht ausreichend Rhizomknospen damit es wieder austreibt. Frisch geteilte Pflanzen gut angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Aussaat ist möglich aber bei Hybridsorten nicht sortenecht. Die Teilung verjüngt die Pflanze gleichzeitig und sie wächst danach frischer und kräftiger.

Krankheiten & Schädlinge

Chinaschilf ist erfreulich robust und wird kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Gelbe Halme deuten fast immer auf Trockenheit, Nährstoffmangel oder einen zu schattigen Standort hin. Die Miscanthus-Schmierlaus kann sehr selten auftreten — mit einem Pflanzenstärkungsmittel behandeln. Staunässe führt zu Wurzelfäule — gute Drainage ist die beste Vorbeugung. Ansonsten: einfach wachsen lassen und die Jahreszeiten in der Pflanze genießen.

Häufige Fragen

Du möchtest diese Pflanze bei dir zuhause haben? 

* Werbung: Link zu unseren Partner-Shops – für dich kein Mehrpreis.