Blauraute mit violett-blauen Blütenähren und silbrigem Laub im sonnigen Staudenbeet
Garten · Kübelpflanzen

Blauraute

Perovskia atriplicifolia
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 120 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Blauraute — auch Russischer Salbei oder Silberstrauch genannt — ist eine der elegantesten und pflegeleichtesten Gartenstauden für sonnige, trockene Standorte. Von Juli bis Oktober leuchten ihre violett-blauen Blütenähren über silbrig-grauem Laub das intensiv aromatisch duftet — eine Kombination die Bienen, Schmetterlinge und Gartenliebhaber gleichermaßen begeistert. Sie kommt mit Hitze und Trockenheit bestens zurecht, braucht kaum Dünger und überwintert zuverlässig. Wer eine Pflanze sucht die mediterran wirkt und wenig fordert — die Blauraute ist die Antwort.

Standort & Licht

Die Blauraute liebt die Sonne — ein vollsonniger, warmer und windgeschützter Platz ist ideal. Je mehr Sonne sie bekommt desto kompakter wächst sie und desto üppiger blüht sie. Auf nährstoffreichen oder feuchten Böden wachsen die Triebe lang und weich und werden schnell windbruchgefährdet — dort Staudenstützen verwenden. Der Boden sollte mager, durchlässig, leicht kalkhaltig und sandig sein. Staunässe verträgt sie überhaupt nicht. Als Begleitpflanze von Lavendel, Wollziest und Ziergräsern macht sie eine besonders harmonische Figur.

Gießen & Wasserbedarf

Im ersten Jahr nach der Pflanzung in Trockenperioden alle fünf bis sieben Tage gründlich gießen bis sie eingewurzelt ist — dabei immer mit fünf bis zehn Litern durchdringend wässern statt täglich kleine Gaben zu geben. Danach ist die Blauraute erstaunlich selbstständig — im Gartenbeet reicht normaler Regen in den meisten Sommern völlig aus. Nur bei sehr langen Trockenperioden gelegentlich wässern. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und gießen wenn die Erde trocken ist. Staunässe ist ihr größter Feind.

Düngen

Die Blauraute braucht kaum bis gar keinen Dünger — auf nährstoffarmen Böden gedeiht sie sogar besser als auf reichen. Im Gartenbeet ist keine Düngung nötig wenn der Boden normal beschaffen ist. Im Kübel von April bis Juli gelegentlich einen Flüssigdünger in sehr geringer Dosierung geben. Überdüngung führt zu weichem, langem Triebwachstum das umkippt und anfällig für Pilze ist. Der kräftige Frühjahrsrückschnitt auf 10 bis 20 Zentimeter ist die wichtigste Pflegemaßnahme — er sorgt für kompakten Wuchs und üppige Blüte.

Temperatur & Überwinterung

Die Blauraute ist gut winterhart und übersteht Temperaturen bis -20 °C problemlos. Die abgestorbenen Triebe im Herbst stehen lassen — sie schützen die empfindliche Basis vor Frost und Nässe und werden erst im Frühjahr bodennah zurückgeschnitten. In sehr rauen Lagen oder im Kübel die Basis locker mit Reisig oder Vlies schützen. Im Kübel den Topf auf eine Styropor-Unterlage stellen und mit Jute umwickeln. Der kräftige Rückschnitt im März auf 10 bis 20 Zentimeter ist Pflicht — ohne diesen Schnitt verholzt sie und blüht weniger.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen sobald die Wurzeln den Topf ausfüllen. Ein Topf mit mindestens 30 Zentimetern Durchmesser ist nötig — die kompakten Sorten ‚Lacey Blue‘ oder ‚Little Spire‘ eignen sich besonders gut für den Kübel. Magere, sandige und gut durchlässige Erde ist ideal — Kräutererde mit Sand und Kies gemischt funktioniert gut. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Kein Untersetzer unter dem Kübel da sich dort Staunässe sammelt.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Frühjahr oder Sommer — etwa 10 bis 15 cm lange nicht verholzte Triebe abschneiden, untere Blätter entfernen und in sandige Anzuchterde stecken. Hell und mäßig feucht halten bis sich Wurzeln bilden. Alternativ durch Teilung im Frühjahr — den Horst ausgraben und teilen. Aussaat ist möglich aber die Blauraute ist ein Kaltkeimer — Samen stratifizieren und im Frühjahr ins Freiland säen. Stecklinge sind die zuverlässigere und schnellere Methode.

Krankheiten & Schädlinge

Die Blauraute ist dank ihrer ätherischen Öle ausgesprochen robust — Schädlinge meiden sie weitgehend. Das einzige ernsthafte Problem ist Staunässe die zu Wurzelfäule führt — magerer, gut drainierter Boden ist die wichtigste Vorbeugung. Bei zu nährstoffreichen oder feuchten Böden werden die Triebe lang und weich und knicken um — den richtigen mageren Standort wählen. Ausbleibende Blüten deuten auf einen zu dunklen Standort oder einen vergessenen Frühjahrsrückschnitt hin — beides einfach korrigieren.

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