Akelei mit blauen und violetten Blüten im halbschattigen Staudenbeet mit naturnahem Gartenhintergrund
Garten · Kübelpflanzen

Akelei

Aquilegia vulgaris
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 80 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Die Akelei ist eine der zauberhaftesten Gartenstauden die es gibt — ihre filigranen, nickenden Blüten in Blau, Violett, Rosa, Weiß oder Gelb mit den charakteristischen geschwungenen Spornen sehen aus als kämen sie aus einem Märchengarten. Von April bis Juli blüht sie üppig und sät sich danach im Garten fast von selbst aus — so dass man jedes Jahr neue Pflanzen geschenkt bekommt ohne dafür etwas tun zu müssen. Als heimische Wildstaude ist sie ein wertvoller Nektarlieferant für Hummeln und Wildbienen und passt wunderbar in naturnahe Gärten, Bauerngärten und Staudenbeete.

Standort & Licht

Die Akelei bevorzugt einen halbschattigen bis sonnigen Standort — unter lichten Gehölzen, an Waldrändern oder in halbschattigen Beetbereichen fühlt sie sich besonders wohl. An sonnigeren Plätzen blüht sie üppiger aber braucht dann mehr Wasser. Der Boden sollte nährstoffreich, humos, sandig und gut durchlässig sein — kalkfreies Regenwasser beim Gießen bevorzugen. Im Kübel mit mindestens 20 Zentimetern Durchmesser gedeiht sie genauso gut wie im Beet. Als Einzelpflanze kommt sie weniger zur Geltung — in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen entfaltet sie ihre ganze Wirkung.

Gießen & Wasserbedarf

Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein — nie völlig austrocknen aber auch keine Staunässe. Frisch gepflanzte Akeleien regelmäßig gießen bis sie ihre tiefen Pfahlwurzeln gebildet haben — danach brauchen sie nur noch in längeren Trockenperioden Wasser. Immer morgens oder abends bodennah gießen und nie über die Blüten damit kein Mehltau entsteht. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren und an heißen Sommertagen täglich gießen. Kalkfreies Regenwasser ist ideal da die Akelei etwas kalkempfindlich ist.

Düngen

Direkt nach dem Frühjahrsrückschnitt einmal einen organischen Langzeitdünger für Stauden rund um die Pflanze einarbeiten — das reicht für die gesamte Blütezeit. Eine zweite leichte Düngergabe im Herbst fördert den Wurzelaufbau für das nächste Jahr. Im Kübel von Mai bis August alle zwei Wochen einen organischen Flüssigdünger in normaler Dosierung geben. Wer beim Einpflanzen Kompost einarbeitet braucht im ersten Jahr gar nicht extra zu düngen.

Temperatur & Überwinterung

Die Akelei ist ausgesprochen winterhart und übersteht Temperaturen bis -40 °C problemlos ohne Schutz. Im Herbst nach dem zweiten Rückschnitt die Triebe bodennah kürzen — das stärkt die Wurzeln und verbessert die Winterhärte. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und an einen windgeschützten Platz stellen. Wer eine Zweitblüte möchte schneidet direkt nach der ersten Blüte im Frühsommer bodennah zurück — dann blüht sie oft nochmals im Spätsommer. Ein zweiter Rückschnitt im Herbst verdichtet den Wuchs im nächsten Frühjahr.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Der Topf muss mindestens 20 Zentimeter Durchmesser haben und zwingend ein Abzugsloch besitzen. Humusreiche, durchlässige Blumenerde mit etwas Sand ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe. Im Garten kann die Akelei jahrelang am gleichen Platz stehen — nach drei bis vier Jahren verjüngen sich die Bestände durch Selbstaussaat von selbst. Unerwünschte Jungpflanzen einfach versetzen oder verschenken.

Vermehrung

Die Akelei vermehrt sich durch Selbstaussaat fast von allein — wer das möchte lässt die Samenkapseln einfach reifen und ausstreuen. Wer es kontrollieren möchte sammelt die braunen Kapseln im Herbst und sät im Frühjahr aus. Aussaat ab Februar unter Glas oder ab April direkt ins Freiland — die Samen brauchen Licht zum Keimen also nicht mit Erde bedecken. Teilung im Frühjahr ist möglich aber die Akelei bildet tiefe Pfahlwurzeln die das Teilen etwas schwieriger machen. Wichtig: Alle Pflanzenteile sind giftig — beim Arbeiten Handschuhe tragen.

Krankheiten & Schädlinge

Die Akelei ist erfreulich robust und kaum anfällig. Echter Mehltau kann bei zu trockenem oder zu schattigem Standort auftreten — bodennähes Gießen und ein luftiger Platz beugen dem vor. Blattläuse und die Akelei-Blattwespe können gelegentlich auftreten — Brennnesselsud aufsprühen hilft effektiv. Die Akelei-Gallmücke befällt Knospen — befallene Knospen sofort entfernen und entsorgen. Wichtig: Alle Pflanzenteile der Akelei sind giftig — außer Reichweite von Kindern und Tieren stellen und beim Schneiden Handschuhe tragen.

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