Echter Lavendel pflegen im sonnigen Terrakotta-Kübel mit violetten Blüten und silbrig-grünem Laub
Balkon & Terrasse · Hauseingang · Kübelpflanzen

Echter Lavendel

Lavandula angustifolia
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

40–100 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Echter Lavendel pflegen ist wunderbar unkompliziert, wenn du ihm Sonne, Wärme und eher mageren Boden gibst. Lavandula angustifolia ist ein mediterraner, aromatischer Halbstrauch mit silbrig-grünem Laub und duftenden violetten Blüten, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anziehen. Im Garten wirkt er besonders schön als niedrige Einfassung, im Kräuterbeet, im Kübel auf der Terrasse oder am sonnigen Hauseingang. Bei der Giftigkeit gehe ich vorsichtig vor: deutsche Gartenquellen nennen Lavendel für Hund und Katze oft unbedenklich, die ASPCA listet Lavandula angustifolia dagegen als toxisch für Hunde und Katzen.

Standort & Licht

Echter Lavendel liebt einen vollsonnigen, warmen und geschützten Platz. Ideal ist eine Südseite, ein Beet vor einer warmen Mauer oder ein sonniger Balkon, denn dort bildet er besonders viele duftende Blüten. Der Boden sollte trocken bis frisch, locker, gut durchlässig, eher nährstoffarm und gern kalkhaltig sein. Schwere, nasse Lehmböden solltest du mit Sand oder Kies verbessern oder den Lavendel direkt in einen Kübel mit Drainage setzen.

Gießen & Wasserbedarf

Lavendel braucht wenig Wasser und kommt im Beet nach dem Anwachsen meist mit Regen aus. Gieße im Sommer nur bei längerer Trockenheit und dann lieber einmal gründlich als ständig kleine Mengen. Im Topf prüfst du mit dem Finger die oberen 3–4 cm Erde: Sind sie trocken, gießt du bodennah, bis etwas Wasser unten abläuft. Staunässe ist der größte Pflegefehler, deshalb Untersetzer nach Regen oder Gießen immer leeren.

Düngen

Echter Lavendel mag es mager, deshalb reicht im Beet meist eine kleine organische Düngung im Frühjahr. Zu viel Stickstoff macht die Triebe weich, schwächt die Frosthärte und kann den Duft mindern. Im Kübel kannst du im Frühsommer noch einmal sehr sparsam nachdüngen, besonders wenn die Pflanze schon länger im selben Substrat steht. Frischer Mist oder stark stickstofflastiger Dünger passt nicht zu Lavendel.

Temperatur & Überwinterung

Echter Lavendel ist die winterhärtere Lavendel-Art und kann in milden Regionen draußen bleiben. Wichtig ist weniger die Kälte selbst, sondern ein trockener, durchlässiger Boden, weil nasse Winterwurzeln schnell faulen. In rauen Lagen deckst du die Pflanze locker mit Reisig ab und stellst Kübel geschützt an eine Hauswand. Der Baldur-Lavendel ‘Blue Jeans’ wird als Lavandula angustifolia mit Winterhärte bis -22 °C angeboten; trotzdem bleibt Winterschutz im Topf sinnvoll.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel braucht Lavendel ein Gefäß mit Abflussloch und eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Tonscherben. Als Substrat eignet sich durchlässige Kräutererde, mediterrane Erde oder eine Mischung aus Gartenerde und Sand beziehungsweise feinem Kies. Topfe um, wenn der Ballen stark durchwurzelt ist oder die Erde verdichtet wirkt. Der neue Topf sollte nur etwas größer sein, damit das Substrat nicht unnötig lange nass bleibt.

Vermehrung

Am zuverlässigsten vermehrst du Echten Lavendel über Stecklinge, weil die Jungpflanzen dann wie die Mutterpflanze wachsen und duften. Schneide im Frühjahr oder Sommer junge, nicht verholzte Triebe, entferne die unteren Blätter und stecke sie in nährstoffarmes, leicht feuchtes Substrat. Die Erde soll feucht, aber nie nass sein. Aussaat ist möglich, aber bei Sorten weniger zuverlässig, weil die Jungpflanzen unterschiedlich ausfallen können.

Krankheiten & Schädlinge

Lavendel ist am richtigen Standort ziemlich robust und wird von Schnecken sowie vielen Schädlingen eher gemieden. Die häufigsten Probleme entstehen durch zu viel Wasser, schlechte Drainage und schwere Böden. Dann drohen Wurzelfäule oder Stängelgrundfäule, wodurch die Pflanze welkt, obwohl die Erde feucht ist. Vorbeugung ist hier besser als Rettung: sonnig setzen, luftig halten, sparsam gießen und nicht in nasse Erde pflanzen.

Häufige Fragen

Ist Echter Lavendel winterhart?
Ja, Echter Lavendel ist deutlich winterhärter als Schopflavendel. In rauen Lagen und im Kübel schützt du ihn trotzdem mit Reisig und einem trockenen, geschützten Standort.
Im Beet gießt du nur bei längerer Trockenheit, im Topf sobald die oberen 3–4 cm Erde trocken sind. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser sofort ablaufen kann.
Für Katzen: Die Quellen widersprechen sich, deshalb vorsichtig behandeln und kein regelmäßiges Knabbern oder Lavendelöl zulassen. Für Hunde: Auch hier gibt es unterschiedliche Einstufungen; kleine Pflanzenkontakte gelten in deutschen Gartenquellen oft als unproblematisch, die ASPCA listet Lavendel jedoch als toxisch für Hunde.

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