Weiße Calla im Terrakotta-Kübel auf einer sonnigen Terrasse mit warmen Naturtönen im Hintergrund
Balkon & Terrasse · Kübelpflanzen

Calla

Zantedeschia
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten·Sonne

Wasserbedarf

Viel

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Fortgeschritten

Wuchshöhe:

40–100 cm

Winterhart:

Nein

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Die Calla ist eine der elegantesten Kübelpflanzen, die du auf Terrasse oder Balkon stellen kannst – ihre trompetenförmigen Blüten in Weiß, Rosa, Gelb oder sattem Lila sehen aus wie aus einem Floristik-Atelier. Ursprünglich stammt sie aus den sumpfigen Regionen Südafrikas, wo sie an Flussufern und feuchten Gräben wächst. Diese Herkunft erklärt vieles über ihre Bedürfnisse: Sie liebt Wärme, Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit. Als Knolle gekauft treibt sie im Frühling zuverlässig aus und blüht von Juni bis September. Weil sie bei uns nicht frosthart ist, braucht sie im Winter einen geschützten Platz – dafür belohnt sie dich jedes Jahr aufs Neue.

Standort & Licht

Die Calla fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz am wohlsten – direkte Mittagssonne im Hochsommer verträgt sie weniger gut und kann die Blüte bremsen. Ein heller, warmer Kübel-Standort auf der Terrasse oder dem Balkon ist ideal, solange er vor starkem Wind geschützt ist. Leichte Luftbewegung ist kein Problem, aber Zugluft trocknet das Laub aus und schwächt die Pflanze. Nach den letzten Nachtfrösten – in Deutschland meist ab Mitte Mai – kann sie dauerhaft nach draußen.

Gießen & Wasserbedarf

Während der Blütezeit von Juni bis August braucht die Calla viel Wasser – die Erde sollte gleichmäßig feucht bleiben, aber niemals nass stehen. Staunässe ist ihr größter Feind: Sie führt schnell zu Knollen- und Wurzelfäule. Deshalb unbedingt für eine gute Drainage im Kübel sorgen. Nach der Blüte im Spätsommer das Gießen schrittweise reduzieren, damit die Knolle in die Ruhephase findet. Im Winter, wenn die Knolle trocken gelagert wird, komplett aufhören zu gießen.

Düngen

In der Wachstums- und Blütezeit alle ein bis zwei Wochen mit einem flüssigen Blühpflanzendünger versorgen – am besten direkt ins Gießwasser gegeben. Guter Nährstoffversorgung ist wichtig: Zu wenig Dünger kann die Blüte deutlich reduzieren. Nach der Blüte, also ab etwa August, das Düngen komplett einstellen, damit die Knolle ausreifen und sich auf die Ruhephase vorbereiten kann.

Temperatur & Überwinterung

Die Calla ist nicht winterhart und muss vor dem ersten Frost ins Haus. Die Knollen kannst du entweder im Kübel bei 10–15 °C kühl und hell überwintern oder – was etwas mehr Arbeit ist, aber gut funktioniert – ausgraben, trocknen lassen und dunkel bei etwa 10 °C lagern. Im Frühjahr, sobald keine Nachtfröste mehr drohen, die Knollen wieder einpflanzen und an einen hellen Platz stellen. Abgestorbene Blätter vor der Einlagerung immer entfernen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Umtopfen & Substrat

Die Calla braucht alle zwei bis drei Jahre frisches Substrat und einen etwas größeren Topf – am besten im Frühjahr vor dem Austrieb. Verwende nährstoffreiche, humose Erde mit guter Wasserdurchlässigkeit; handelsübliche Blumenerde funktioniert gut. Wähle einen standfesten, schweren Topf, weil die Calla mit ihren hohen Stielen bei Wind leicht umkippt. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies am Boden des Topfes schützt zuverlässig vor Staunässe.

Vermehrung

Am einfachsten geht die Vermehrung durch Teilen der Knollen oder das Abtrennen von sogenannten Kindeln – kleinen Tochterknollen, die sich an der Hauptknolle bilden. Das machst du am besten im Frühjahr, direkt beim Einpflanzen nach der Überwinterung. Die Kindeln einfach vorsichtig abschneiden und separat einpflanzen. Wer Geduld hat, kann auch Samen aussäen – das dauert aber deutlich länger, bis die erste Blüte kommt.

Krankheiten & Schädlinge

Die häufigste Ursache für Probleme ist Staunässe, die zu bakterieller Wurzel- oder Knollenfäule führt. Braune, weiche Stellen an der Knolle oder Blätter mit braunen Flecken sind Warnsignale – betroffene Stellen großzügig herausschneiden und sofort in frisches Substrat umtopfen. Blattläuse und Spinnmilben sind die häufigsten Schädlinge: Blattläuse lassen sich gut mit einem Wasserstrahl oder Seifenlauge entfernen, Spinnmilben tauchen vor allem bei zu trockener Luft auf. Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser beugt beiden vor. Achtung: Alle Teile der Calla sind giftig – bei Kindern und Haustieren im Blick behalten.

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