Salbei mit silbrig-grünen Blättern und lila Blüten in Terrakottatopf auf sonniger Terrasse
Balkon & Terrasse · Garten · Kübelpflanzen

Salbei

Salvia officinalis
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 80 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Salbei ist eines der ältesten und wertvollsten Küchenkräuter Europas — die Römer nannten ihn schlicht „die Heilpflanze“ und auch heute ist er aus keiner guten Küche wegzudenken. Seine silbrig-grünen, samtig-weichen Blätter duften intensiv würzig und verleihen Fleischgerichten, Pasta und Gnocchi ein unverwechselbares Aroma. Von Mai bis Juli erscheinen dazu wunderschöne lilafarbene Blüten die Bienen und Hummeln magisch anziehen. Das Beste: Er ist winterhart, mehrjährig und versorgt dich Saison für Saison mit frischen Blättern.

Standort & Licht

Salbei liebt die Sonne — mindestens vier Stunden direktes Sonnenlicht täglich sind ideal. Je sonniger und wärmer sein Platz desto intensiver das Aroma der Blätter. Ein geschützter Platz an einer Süd- oder Westwand ist perfekt. Der Boden muss durchlässig sein — nasse, lehmige Böden mit Sand auflockern. Im Kübel oder Balkonkasten gedeiht er genauso gut wie im Gartenbeet. Die buntlaubigen Sorten mit weißen, gelben oder purpurroten Blättern brauchen besonders viel Sonne damit ihre Farben schön zur Geltung kommen.

Gießen & Wasserbedarf

Salbei ist sehr trockenheitsverträglich — zu viel Wasser ist sein größter Feind. Erst gießen wenn die obersten zwei bis drei Zentimeter der Erde trocken sind. Immer bodennah gießen und nie über die Blätter. Etablierte Pflanzen im Gartenbeet versorgen sich in normalen Sommern fast von selbst. Im Kübel regelmäßiger kontrollieren aber lieber zu wenig als zu viel. Zu häufiges Gießen macht die Blätter geschmacklos und fördert Wurzelfäule. Im Winter kaum gießen — die Erde darf leicht antrocknen.

Düngen

Salbei braucht kaum Dünger — zu viele Nährstoffe machen die Blätter geschmacklos und die Pflanze weich und anfällig. Im Gartenbeet reicht gelegentlich etwas Kompost völlig aus. Im Kübel von April bis August alle vier bis sechs Wochen einen organischen Flüssigdünger in halber Konzentration geben. Mineralischer Stickstoffdünger ist nicht geeignet — er fördert Blattwachstum auf Kosten des Aromas. Nach jedem stärkeren Rückschnitt eine leichte Düngergabe geben um den Neuaustrieb zu fördern.

Temperatur & Überwinterung

Der echte Salbei ist weitgehend winterhart und übersteht Temperaturen bis -15 °C im Garten. In milden Regionen bleibt er sogar immergrün. Im Kübel ist er etwas empfindlicher — bei Temperaturen unter -10 °C den Kübel schützen und an einen windgeschützten Platz stellen. Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb die Triebe auf etwa ein Drittel zurückschneiden damit er schön kompakt und buschig bleibt — nicht ins alte verholzte Holz schneiden. Nach vier bis fünf Jahren verjüngen durch Stecklinge oder Neupflanzung.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr. Kräutererde mit Sand gemischt ist ideal — gut durchlässig und leicht nährstoffarm. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Topf muss nicht groß sein — Salbei kommt auch in kompakten Kübeln gut zurecht. Die Erde darf zwischen den Wassergaben gut abtrocknen. Nach vier bis fünf Jahren verholzt Salbei stark — dann Stecklinge nehmen und neu pflanzen für frischen Wuchs und kräftigeres Aroma.

Vermehrung

Am einfachsten durch Stecklinge im Sommer — etwa 10 cm lange nicht verholzte Triebe abschneiden, untere Blätter entfernen und in Kräutererde stecken. Hell und leicht feucht halten bis sich Wurzeln bilden. Alternativ durch Absenker — einen Trieb im Frühjahr mit Erde bedecken bis er Wurzeln bildet. Aussaat ist möglich — ab März unter Glas bei 15 bis 20 °C säen. Salbei sät sich im Garten manchmal von selbst aus. Die buntlaubigen Sorten nur über Stecklinge vermehren da die Aussaat nicht sortenecht ist.

Krankheiten & Schädlinge

Salbei ist dank seiner ätherischen Öle erfreulich robust gegenüber Schädlingen — das ist einer seiner größten Vorteile als Küchenkraut. Echter Mehltau kann bei zu feuchtem oder schattigen Standort auftreten — der richtige sonnige Platz und bodennähes Gießen beugen dem vor. Spinnmilben treten gelegentlich auf wenn es sehr heiß und trocken ist — regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser hilft. Staunässe führt zu Wurzelfäule — durchlässige Erde und sparsames Gießen sind die wichtigste Vorbeugung.

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