Olivenbaum mit silbrig-grünem Laub und knorrigem Stamm in großem Terrakottakübel auf mediterraner Terrasse
Balkon & Terrasse · Hauseingang · Kübelpflanzen

Olivenbaum

Olea europaea
AUF EINEN BLICK

Standort

Sonne

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 300 cm

Winterhart:

Nein

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Der Olivenbaum ist der mediterrane Traum schlechthin — sein silbrig-grünes Laub, der knorrige Stamm und die entspannte Ausstrahlung bringen sofort Urlaub auf jede Terrasse und jeden Hauseingang. Er wird mehrere hundert Jahre alt und wird dabei mit jedem Jahr charaktervoller und schöner. Als Kübelpflanze ist er überraschend pflegeleicht — er mag es trocken, sonnig und karg. Wer ihm das bietet bekommt eine Pflanze die Jahrzehnte lang treu ist und dabei kaum Aufmerksamkeit fordert.

Standort & Licht

Der Olivenbaum liebt die Sonne — gerne ganztägig und so warm wie möglich. Ein vollsonniger, windgeschützter Platz an einer Südwand oder Hausmauer ist ideal da die gespeicherte Wärme ihm besonders zugutekommt. In der Nähe von Mauern profitiert er auch von der nächtlichen Wärmeabgabe. Der Boden sollte nährstoffarm, sandig, kalkhaltig und sehr gut durchlässig sein — nasse Füße sind sein größter Feind. Im Kübel auf der Terrasse oder am Hauseingang fühlt er sich genauso wohl wie im Gartenbeet.

Gießen & Wasserbedarf

Der Olivenbaum ist sehr trockenheitstolerant — alle 14 Tage mit kalkarmem Wasser gießen reicht in der Wachstumszeit völlig aus. Erst gießen wenn die obersten fünf Zentimeter der Erde trocken sind. Im Sommer gründlich durchdringend wässern damit sich das Substrat vollsaugt — dann einige Tage warten. Niemals bei Frost gießen. Im Winter im Winterquartier nur ganz sparsam feucht halten — an einem hellen Platz etwas mehr als an einem dunklen. Gelbe oder braune Blätter deuten fast immer auf zu viel Wasser hin.

Düngen

Der Olivenbaum ist sehr genügsam — zu viel Dünger schadet ihm sogar. Von März bis September einmal monatlich einen Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen oder Langzeitdüngerstäbchen ins Substrat geben. Im Frühjahr zusätzlich etwas Kalk ins Gießwasser geben da der Olivenbaum kalkhaltige Böden bevorzugt. Ab Oktober komplett pausieren. Im ersten Jahr nach dem Kauf nicht düngen — die frische Erde enthält genug Nährstoffe. Wer einen Langzeitdünger verwendet braucht nur einmal im Jahr düngen.

Temperatur & Überwinterung

Der Olivenbaum ist nicht winterhart und muss vor dem ersten starken Frost ins Haus. Ein helles, kühles Winterquartier mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C ist ideal — nicht zu warm da er eine Ruhephase braucht um im nächsten Jahr gut zu blühen. Kurze leichte Fröste bis -5 °C übersteht er schadlos. Im Winter sehr sparsam gießen und nicht düngen. Ab Mitte April wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind langsam an Sonne und Außentemperaturen gewöhnen. Im September vor dem Einräumen einen Formschnitt machen.

Umtopfen & Substrat

Alle drei bis fünf Jahre im Oktober umtopfen wenn die Wurzeln den Kübel ausfüllen. Der neue Kübel sollte nur wenig größer sein als der alte. Kübelpflanzenerde mit Bimskies oder Tongranulat gemischt ist ideal — mineralische Bonsai-Erde funktioniert ebenfalls sehr gut. Eine großzügige Drainageschicht aus Blähton am Topfboden ist Pflicht. Der Kübel muss zwingend ein Abflussloch haben. Im Garten in sehr milden Regionen ist eine Auspflanzung möglich — als Kübelpflanze ist er aber flexibler und überwinternder zu handhaben.

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Stecklinge im Sommer — etwa 15 bis 20 cm lange halbverholzte Triebe abschneiden, untere Blätter entfernen und in sandiges Substrat stecken. Bei mindestens 20 °C und hoher Luftfeuchtigkeit bewurzeln lassen. Alternativ können gekaufte Jungpflanzen über Jahre zu schönen Exemplaren herangezogen werden. Aussaat ist möglich aber sehr langsam — es dauert Jahre bis zur verwendbaren Pflanze. Ein Rückschnitt verträgt der Olivenbaum jederzeit gut — er treibt zuverlässig aus dem alten Holz aus.

Krankheiten & Schädlinge

Der Olivenbaum ist erfreulich robust — Krankheiten sind kaum zu erwarten. Schildläuse können gelegentlich auftreten besonders im Winterquartier — mit einem Pflanzenstärkungsmittel oder Neem-Öl behandeln. Gelbe Blätter entstehen fast immer durch zu viel Wasser oder Staunässe — sofort weniger gießen und Erde prüfen. Braune Blattspitzen deuten auf zu trockene Luft oder Kälte hin. Das Winterquartier an frostfreien Tagen gut durchlüften um Schimmelbildung zu vermeiden.

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