Waldsteinie als dichter immergrüner Bodendecker mit gelben Frühlingsblüten unter Laubbäumen
Garten

Waldsteinie

Waldsteinia ternata
AUF EINEN BLICK

Standort

Schatten

Wasserbedarf

Wenig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Anfänger

Wuchshöhe:

bis 15 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Nein

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Über die Pflanze

Die Waldsteinie — auch Golderdbeere genannt — ist die Lösung für alle schattigen Gartenecken die sonst kahl bleiben würden. Als immergrüner Bodendecker bildet sie dichte grüne Teppiche die das ganze Jahr über attraktiv aussehen und im April und Mai mit leuchtend gelben Blüten aufleuchten. Bienen lieben sie dafür. Sie verdrängt zuverlässig Unkraut und benötigt nach dem Anwachsen kaum noch Pflege — idealer geht es kaum für schwierige Standorte unter Bäumen, an Böschungen oder entlang von Wegen.

Standort & Licht

Die Waldsteinie ist ein echtes Schattengewächs — unter lichten Bäumen, an Nordseiten von Mauern oder in schattigen Beeten fühlt sie sich am wohlsten. Halbschatten verträgt sie gut, pralle Mittagssonne im Hochsommer kann die Blätter verbrennen und sollte vermieden werden. Der Boden sollte humusreich, locker, leicht sauer und gut durchlässig sein — sie wächst aber auch auf lehmigen und steinigen Böden problemlos. Vor der Pflanzung den Boden gut auflockern und Kompost einarbeiten. Bei dichter Pflanzung von sieben bis neun Pflanzen pro Quadratmeter entsteht innerhalb von zwei bis drei Jahren ein geschlossener Teppich.

Gießen & Wasserbedarf

Im ersten Jahr nach dem Pflanzen regelmäßig gießen damit sie gut einwurzelt — die Erde darf nie vollständig austrocknen. Bevorzugt morgens oder abends gießen und kalkfreies Wasser verwenden. Nach dem Anwachsen ist die Waldsteinie sehr selbstständig und versorgt sich in normalen Sommern weitgehend über den Regen selbst. Nur bei längeren Trockenperioden gelegentlich gründlich wässern. Als immergrüne Pflanze auch im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich gießen damit die Erde nicht völlig austrocknet. Staunässe unbedingt vermeiden.

Düngen

Die Waldsteinie braucht kaum Dünger — einmal im Frühjahr eine dünne Schicht Kompost rund um die Pflanzen aufbringen oder alle zwei bis drei Jahre einen organischen Langzeitdünger einarbeiten reicht völlig aus. Zu starke Düngung fördert übermäßiges Wachstum auf Kosten der Blüten. Im ersten Jahr nach dem Pflanzen eine leichte organische Düngung geben um das Anwachsen zu fördern. Ab dann ist weitere Düngung kaum noch nötig — die Waldsteinie kommt mit sehr wenig aus.

Temperatur & Überwinterung

Die Waldsteinie ist vollständig winterhart und übersteht deutsche Winter problemlos ohne Schutz. Als immergrüner Bodendecker behält sie ihre Blätter auch im Winter — sie sieht damit das ganze Jahr über ordentlich aus. Frisch gepflanzte Jungpflanzen im ersten Winter mit etwas Reisig oder Laub schützen bis sie gut eingewurzelt sind. Im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb einen leichten Rückschnitt machen um tote Blätter zu entfernen und den Teppich zu verjüngen. Das fördert einen besonders dichten und vitalen Neuaustrieb.

Umtopfen & Substrat

Die Waldsteinie ist eine klassische Gartenpflanze die ihr bestes Ergebnis als Flächenbepflanzung im Garten zeigt. Sie eignet sich zwar auch für Kübel und Schalen an halbschattigen Standorten auf Terrasse oder Balkon — im Garten ausgepflanzt entfaltet sie aber ihr volles Potenzial als flächiger Bodendecker. Im Garten braucht sie kaum je umgepflanzt zu werden — sie breitet sich durch Ausläufer selbstständig aus und füllt Flächen mit der Zeit vollständig. Pflanzabstand von 30 Zentimetern einhalten.

Vermehrung

Die Waldsteinie vermehrt sich fast von selbst durch ihre zahlreichen Ausläufer — einfach im Herbst oder Frühjahr Ausläufer abtrennen und an neuer Stelle einpflanzen. Alternativ durch Teilung im Frühjahr — Teilstücke des Teppichs ausstechen und umpflanzen. Frisch gepflanzte Teilstücke gut angießen und in den ersten Wochen feucht halten. Aussaat ist theoretisch möglich aber unnötig da Ausläufer und Teilung so einfach und zuverlässig funktionieren. Eine Neuanlage über Ausläufer ist die schnellste und effektivste Methode.

Krankheiten & Schädlinge

Die Waldsteinie ist bemerkenswert robust und wird kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen — das ist ihr größter Vorteil als Bodendecker. Staunässe ist das einzige ernsthafte Problem — sie führt zu Wurzelfäule und muss unbedingt vermieden werden. Gelegentlich können Schnecken an jungen Trieben fressen — Schneckenkorn in den ersten Wochen schützt. Nach vollständiger Bodenbedeckung verdrängt sie Unkraut zuverlässig und braucht kaum weiterer Pflege. In den ersten ein bis zwei Jahren vor dem Schließen des Teppichs regelmäßig Unkraut entfernen.

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