Clematis mit großen violetten Blüten an Holzpergola in sonnigem Garten
Garten · Hauseingang · Kübelpflanzen

Clemantis

Clematis × hybrida
AUF EINEN BLICK

Standort

Halbschatten

Wasserbedarf

Mäßig

Bereich

Draußen

Pflegeaufwand

Fortgeschritten

Wuchshöhe:

bis 300 cm

Winterhart:

Ja

Giftig:

Ja

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Über die Pflanze

Die Clematis — auch Waldrebe genannt — ist die Königin der Kletterpflanzen. Mit ihren großen, farbenprächtigen Blüten in Weiß, Rosa, Violett, Blau oder Dunkelrot rankt sie sich an Pergolen, Zäunen, Hauswänden und Rankgittern empor und verwandelt jeden grauen Untergrund in ein blühendes Kunstwerk. Je nach Sorte blüht sie von April bis September und wird dabei mit jedem Jahr üppiger. Einmal gut gepflanzt und richtig geschnitten ist sie eine zuverlässige Schönheit die Jahrzehnte lang Freude macht.

Standort & Licht

Die Clematis folgt einem einfachen Prinzip: Kopf in die Sonne, Füße in den Schatten. Ihre Blüten und Triebe lieben Helligkeit und mindestens vier Stunden Sonnenlicht täglich — die Wurzeln hingegen brauchen es kühl und schattig. Den Wurzelbereich deshalb immer mit Mulch, einem Bodendecker oder einer Polsterstaude beschatten. Ein halbschattiger Platz an einer Ost- oder Westwand ist ideal. Der Boden sollte humusreich, nährstoffreich, durchlässig und gleichmäßig feucht sein.

Gießen & Wasserbedarf

Die Clematis braucht gleichmäßige Feuchtigkeit — die Erde sollte nie vollständig austrocknen aber auch nie dauerhaft nass sein. An heißen Sommertagen ein- bis zweimal pro Woche gründlich gießen — pro Gießvorgang 5 bis 10 Liter direkt auf die Erde. Nie über die Blätter gießen. Im Kübel öfter kontrollieren da die Erde dort schneller austrocknet. Auch im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich gießen damit die Wurzeln nicht völlig austrocknen. Eine Mulchschicht rund um den Wurzelbereich hält die Feuchtigkeit besser.

Düngen

Die Clematis ist eine Starkzehrerin und braucht regelmäßig Nährstoffe für ihr rasantes Wachstum und die üppige Blüte. Im März mit dem Düngen starten — einen organischen Rosendünger oder Langzeitdünger rund um die Pflanze einarbeiten. Während der Wachstums- und Blütephase von April bis August alle zwei bis vier Wochen einen Flüssigdünger ins Gießwasser geben. Eine Mulchschicht aus Kompost versorgt die Wurzeln zusätzlich — gleichzeitig Hornspäne einarbeiten um den Stickstoffverlust durch den Mulch auszugleichen. Ab September pausieren.

Temperatur & Überwinterung

Die meisten Clematis-Hybriden sind gut winterhart und überstehen Temperaturen bis -20 °C im Garten. Den Wurzelbereich im Herbst mit einer Schicht Fichten- oder Tannenzweigen abdecken — das schützt vor starkem Frost und verhindert zu viel Nässe im Boden. Wichtig beim Pflanzen: Den Wurzelballen 5 bis 10 cm tief unter die Erde setzen — so sind die Wurzeln auch bei starken Frösten geschützt. Im Kübel den Topf mit Vlies umwickeln und windgeschützt aufstellen.

Umtopfen & Substrat

Im Kübel alle zwei bis drei Jahre umtopfen, am besten im Frühjahr vor dem Austrieb. Humusreiche, nährstoffreiche und gut durchlässige Blumenerde ist ideal. Eine Drainageschicht am Topfboden ist Pflicht. Der Topf muss ausreichend groß sein — mindestens 20 bis 30 Liter Volumen damit die Wurzeln ausreichend Platz haben. Eine stabile Kletterhilfe direkt am Kübel befestigen — die Triebe brauchen von Anfang an etwas zum Festhalten.

Vermehrung

Am einfachsten durch Absenker — einen langen gesunden Trieb im Frühjahr oder Sommer in einen danebenstehenden Topf mit Anzuchterde absenken und fixieren. Sobald sich Wurzeln gebildet haben den Trieb von der Mutterpflanze trennen. Stecklinge von nicht verholzten Trieben im Frühsommer schneiden, untere Blätter entfernen und in Anzuchterde stecken. Wichtig: Clematis wird in drei Schnittgruppen eingeteilt — vor der Vermehrung unbedingt prüfen welcher Gruppe die eigene Sorte angehört.

Krankheiten & Schädlinge

Die Clematis-Welke ist die gefürchtetste Krankheit — befallene Triebe welken plötzlich komplett ab. Befallene Teile sofort bodennah abschneiden und entsorgen — die Pflanze treibt meist aus den tief gepflanzten Wurzeln neu aus. Blattläuse können im Frühjahr an Triebspitzen auftreten — mit Wasserstrahl abspritzen. Staunässe führt zu Wurzelfäule und sollte unbedingt vermieden werden. Wichtig: Alle Teile der Clematis sind leicht giftig — Handschuhe beim Schneiden tragen und außer Reichweite von Kindern und Tieren stellen.

Häufige Fragen

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